Biathletin Preuß zurück in der Weltspitze: „Tut schon gut“

Ohne Laura Dahlmeier läuft es für die deutschen Biathleten noch nicht wie gewünscht. In Hochfilzen will sich die Mannschaft beim zweiten Weltcup steigern. Viele Hoffnungen ruhen auf Franziska Preuß.

13.12.2018, 04:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach verkorksten Jahren voller Pech und mit vielen gesundheitlichen Rückschlägen ist Biathletin Franziska Preuß endlich wieder zufrieden.

„Das tut schon gut, wenn man wieder auf seinen Körper vertrauen kann. Man geht mit einer gewissen Gelassenheit in die Wettkämpfe“, sagte die 24-Jährige vor dem Sprint beim Weltcup am Donnerstag (14.15 Uhrt) in Hochfilzen.

In Abwesenheit von Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, die nach einer längeren Trainingspause gerade erst wieder in Form kommt, war Preuß zum Saisonauftakt in der Vorwoche mit drei Top-10-Plätzen in Pokljuka die beste Deutsche. Ob sie diese Serie in Österreich fortsetzen kann? „Jetzt bin ich gut und das möchte ich wieder schaffen“, sagte die Bayerin: „Aber dann setzt man sich unbewusst wieder unter Druck. Das ist fast schwieriger, das zu vermeiden.“

Preuß debütierte schon vor fünf Jahren als Teenager im Weltcup, galt als ähnliches Ausnahmetalent wie die ein Jahr ältere Dahlmeier. Die Freundin von Teamkollege Simon Schempp wurde 2015 in Finnland bereits Weltmeisterin mit der Staffel und Vizeweltmeisterin im Massenstart. Doch danach ging es nicht stetig weiter bergauf, immer wieder wurde sie aufgrund von Problemen mit ihrem Körper zurückgeworfen, mehrere Zwangspausen folgten. „Mein Selbstbewusstsein hat die letzten Jahre ein paar Knicke abbekommen“, sagte Preuß. 

Nun ist sie wieder fit und blickt positiv in die Zukunft. „Ich bin so gut wie schon lange nicht mehr durch den Sommer gekommen“, sagte die frühere Junioren-Weltmeisterin zu ihrer Vorbereitung auf den WM-Winter: „Ich war jetzt einfach froh, dass es aufgegangen ist. Das beruhigt einen als Sportler schon.“

Das Fehlen von Dahlmeier im Weltcup-Team habe derweil keinen negativen Einfluss auf die Mannschaft. In den vergangenen Jahren hatte die siebenmalige Weltmeisterin durch ihre Erfolge viel Druck von den anderen Teamkolleginnen genommen. „Wir werden da so viel darauf angesprochen, aber ich verschwende darauf gar nicht so viel Energie. Man kann es sowieso nicht ändern“, sagte Preuß nach dem Abschlusstraining in Hochfilzen: „Ich konzentriere mich einfach auf mich.“

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