Beziehungsstreit auf Gleise verlagert: IC muss notbremsen

Die schnelle Reaktion eines IC-Lokführers hat nach Angaben der Bundespolizei wohl einem Paar in Gelsenkirchen das Leben gerettet, deren Beziehungsstreit sich auf die Gleise des Zuges verlagert hatte.

26.06.2019, 11:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beziehungsstreit auf Gleise verlagert: IC muss notbremsen

Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/Archiv

Wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte, hatten sich die 53-jährige Frau und der 49-jährige Mann im Hauptbahnhof zunächst am Bahnsteig gestritten. Die Frau sei dann in die Gleise geflüchtet: „Dabei wurde sie von ihrem 49-jährige Partner verfolgt, der offensichtlich die Auseinandersetzung in den Gleisen fortsetzen wollte“, so die Bundespolizei.

Der Lokführer des einrollenden Intercity 2195 (Hamburg - Duisburg) habe geistesgegenwärtig eine „Schnellbremsung“ eingeleitet - „und verhinderte mutmaßlich so ein Überfahren der beiden Personen“, teilte die Bundespolizei mit.

Einsatzkräfte hätten das Pärchen vorläufig festgenommen. Auf dem Weg zur Wache habe der 49-Jährige noch einen Bundespolizisten schlagen wollen. Er sei daraufhin überwältigt und gefesselt worden. Der Mann und die Frau waren laut Bundespolizei „erheblich alkoholisiert“. Gegen beide wurde ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Der 49-Jährige bekam noch eine Anzeige wegen des Angriffs auf den Polizisten.

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