Bewohner können erst zurück, wenn der Eigentümer die Mängel beseitigt hat

Evakuiertes Haus in Brambauer

Wann die Bewohner des geräumten Hauses in Brambauer in ihre Wohnungen zurück können, steht noch nicht fest. Jetzt muss der Eigentümer handeln.

Lünen

, 01.03.2019, 11:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bewohner können erst zurück, wenn der Eigentümer die Mängel beseitigt hat

Das Haus an der Diesterwegstraße 33 wurde von der Stadt geräumt. Die Bewohner können erst zurück, wenn der Besitzer alle Mängel beseitigt hat. © Torsten Storks

Das Haus an der Diesterwegstraße 33 in Brambauer stand schon länger im Fokus der Behörden. Das sagte Stadtsprecher Benedikt Spangardt am Freitag, 1. März, auf Anfrage. Offenbar hatte es Beschwerden von Anwohnern gegeben, Ordnungskräfte und Polizei seien bereits mehrfach vor Ort im Einsatz gewesen.

Erneute Begehung nach Mängelbeseitigung erforderlich

Die Stadt hat nach der Räumung eine Ordnungsverfügung erlassen und das Haus formal gesperrt. Der private Hausbesitzer muss nun die Mängel so beseitigen, dass das Haus wieder freigegeben werden kann. Spangardt: „Sobald wir von dem Eigentümer erfahren, dass er die Mängel beseitigt hat, wird es eine erneute Begehung geben, um festzustellen, ob das Haus wieder bewohnbar ist.“

Eine Zeitvorgabe der Stadt gebe es gegenüber dem Hausbesitzer nicht. Aber immerhin lebten bis Donnerstagabend 28 Menschen in dem Haus.

In einem anderen Haus waren Mängel nicht so gravierend

In der Diesterwegstraße haben sich die Mitarbeiter des Bauordnungsamtes noch ein weiteres Haus angeschaut, auch dort seien Mängel festgestellt worden. Spangardt: „Allerdings waren die Mängel nicht so gravierend, als dass man auch dieses Haus hätte evakuieren müssen.“

Dass die Stadt Lünen sofort nach der Begehung habe handeln müssen, hätte außer Frage gestanden. „In dem Moment, in dem wir Kenntnis von den Mängeln erhalten und die Einschätzung der Feuerwehr vorliegt, dass sie im Brandfall nicht dafür garantieren kann, dass alle Bewohner aus dem Haus gerettet werden können, müssen wir etwas unternehmen.“ Bei der Begehung, an der neben dem Bauordnungsamt auch Ordnungsamt, die Abteilung Wohnen, die Feuerwehr und der zuständige Bezirksbeamte der Polizei teilnahmen, sei klar gewesen, dass in dem Haus eine erhebliche Brandgefahr bestand. Beispielsweise aufgrund unprofessionell ausgeführter Elektroinstallationen.

Nun heißt es für die Bewohner und die Stadt abwarten, bis der Eigentümer die Mängel beseitigt hat.

15 nutzten das Quartier in einer Schule

Am Donnerstagabend lief die Räumung nach Angaben von Stadt und Polizei problemlos ab. Da nicht alle Bewohner ausreichend Deutsch sprachen, war auch ein Dolmetscher vor Ort. „Die Hausbewohner waren sehr kooperativ und haben sich besonnen verhalten“, so Spangardt. Den Bewohnern wurde Zeit gegeben, notwendiges Gepäck, Bettwäsche und Verpflegung mitzunehmen.

Allen hatte die Stadt ein Quartier in einer Lüner Schule angeboten. 15 Hausbewohner nutzten dieses Angebot in der Nacht zu Freitag. Alle anderen kamen bei Verwandten und Bekannten unter. Je nachdem, wie lange die Arbeiten im Haus dauern, muss die Stadt prüfen, wo die Bewohner übergangsweise untergebracht werden.

Am Freitagvormittag übergab die Stadt die Verantwortung für das dreistöckige Gebäude an den Eigentümer. Die Kosten für den Einsatz will die Stadt ihm in Rechnung stellen.

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