Betrügerischer Arzt soll Million Schaden verursacht haben

Urkundenfälschung, Betrug und Heiratsschwindel: Ein 40 Jahre alter Arzt muss sich vor dem Bonner Landgericht wegen einer ganzen Reihe von Vorwürfen verantworten. In dem am Dienstag begonnenen Prozess wird ihm vorgehalten, Krankenversicherungen, Kliniken, Handwerker, aber auch seine Frau, die Schwiegereltern, Geliebte und seine Patienten betrogen und manipuliert zu haben. Der betrügerische Schaden wird mit knapp einer Million Euro beziffert.

04.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Betrügerischer Arzt soll Million Schaden verursacht haben

Betrügerischer Arzt soll Million Schaden verursacht haben . Foto: Oliver Berg/Archiv

Unter anderem soll der Arzt mit gefälschten Attesten Geld kassiert haben, nach denen er eine schwerwiegende Erkrankung habe und arbeitsunfähig sei. Als angeblich niedergelassener Bonner Arzt soll er zudem Rechnungen über Behandlungen eingereicht haben, die frei erfunden waren. Zudem soll er versucht haben, seine Schwiegereltern, Eltern, die Ehefrau und sogar zwei Geliebte mit falschen psychiatrischen Gutachten in die Psychiatrie einweisen zu lassen, um an ihr Vermögen zu kommen. Darüber hinaus soll er laut Anklage wiederholt als Heiratsschwindler unterwegs gewesen sein. Eine Bonner Oberärztin habe er um 272 000 Euro betrogen. Einer zweiten Geliebten habe er weitere 200 000 Euro abgeschwatzt.

In dem Verfahren sollen 18 Anklagen mit insgesamt 70 Strafvorwürfen verhandelt werden.

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