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Bernhard Vickermann wird 85 Jahre alt- und will vielen Mitstreitern etwas sagen

Ergster Urgestein

Bernhard Vickermann zieht kurz vor seinem 85. Geburtstag eine Bilanz. Er blickt auf ein bewegtes Leben zurück und möchte seinen Mitstreitern noch etwas mitteilen.

von Said Rezek

Ergste

, 19.07.2018
Bernhard Vickermann wird 85 Jahre alt- und will vielen Mitstreitern etwas sagen

Bernhard Vickermann hält eine Federzeichnung seines ehemaligen Hofes in Händen. Dort haben die bekannten alljährlichen Sommerfeste mit tausenden Besuchern stattgefunden. Said Rezek

Bernhard Vickermann möchte vor allem eines sagen: Danke. Und das kann er einen Tag vor seinem 85. Geburtstag nicht oft genug wiederholen: „Ich möchte mich bei allen Wegbegleitern, Mitstreitern, Freunden und allen voran meiner Familie bedanken, die im Laufe der Jahrzehnte treu an meiner Seite waren. Sie haben mich nicht nur mit Worten, sondern auch mit ihren Taten unterstützt.“

Sommerfeste legten Grundstein für die Kirchengemeinde


Dabei denkt er insbesondere an die Einweihung der katholischen St.-Monika-Kirche 1989, die ohne das Engagement aller Beteiligten nicht möglich gewesen wäre. Der Grundstein für die Gemeindegründung wurde auf den bekannten Sommerfesten in den 60er- bis 80er-Jahren auf Vickermanns Hof gelegt, erinnert er sich zurück.Durch die Veranstaltungen mit Spiel, Spaß, Speis‘ und Trank entstand ein immer stärkeres Gemeinschaftsgefühl und außerdem spülte es Geld in die Kasse, das der St.-Monika-Gemeinde zugute kam. Alle Helfer machten ehrenamtlich mit, so wie Bernhard Vickermann selbst: „Für mich war es eine Selbstverständlichkeit. Ich wollte mitgestalten“.

In diesem Sinne unterstützte er seinen Bruder, Pater Beda, unter anderem bei Altpapier- und Altkleidersammlungen, die den Ärmsten der Armen in Brasilien zugute kamen. Aufgrund des Alters hat sich Bernhard Vickermann aus der aktiven Arbeit zurückgezogen. Die Gottesdienste in der St.-Monika-Gemeinde besucht er jedoch nach wie vor regelmäßig.

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„Der Mensch denkt, Gott lenkt.“

Rückblickend ist er zufrieden mit seinem Wirken und dankbar für die Unterstützung, die er dabei erfahren hat. Die Kraft seiner Worte hat viele zum Engagement motiviert. Für diese Fähigkeit ist er Gott besonders dankbar. Das Weltgeschehen beobachtet der einstige CDU-Ratsherr auch: „Ich kann das Handeln politischer Akteure nicht nachvollziehen. Ich habe den Zweiten Weltkrieg bewusst miterlebt, den Aufbau der Bundesrepublik, das Wirtschaftswunder, die Gründung der EU und jahrzehntelangen Frieden auf dem Kontinent. Umso weniger kann ich das Handeln einiger Politiker nachvollziehen“, sagt er, ohne konkrete Namen zu nennen. Danach gefragt, ob er noch Ziele hat, sagt er: „Der Mensch denkt, Gott lenkt. Ich lasse es auf mich zukommen. Ich hätte nicht gedacht, ein so hohes Alter zu erreichen“.