Belgische Atombehörde: Öffentlichkeit früher informieren

Die belgische Atombehörde Fanc will angesichts der pannenanfälligen Atomreaktoren und der öffentlichen Verunsicherung künftig offensiver kommunizieren. Man werde nicht mehr nur sicherheitsrelevante Vorkommnisse an den Atomkraftwerken mitteilen, sagte Generaldirektor Frank Hardeman am Mittwoch in Brüssel.

10.10.2018, 17:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Belgische Atombehörde: Öffentlichkeit früher informieren

Wasserdampf steigt aus einem belgischen Atomkraftwerk. Foto: Oliver Berg/Archiv

Stattdessen kündigte er eine „proaktive Kommunikation“ an. Zudem sollte enger mit den für Sicherheit zuständigen ausländischen Behörden zusammengearbeitet werden. Hardeman leitet die Atomaufsicht seit Mai.

Die Pannenanfälligkeit der belgischen Atomkraftwerke ist auch in Deutschland - insbesondere im an Belgien grenzenden Nordrhein-Westfalen - immer wieder Grund zur Sorge. Derzeit sind fünf von sieben Atommeilern unter anderem wegen maroden Betons zur Wartung abgeschaltet. Am kommenden Wochenende soll ein weiterer folgen.

Deshalb wird in Belgien befürchtet, bei fallenden Temperaturen könne Strom knapp werden. Hardeman betonte in diesem Zusammenhang die Unabhängigkeit seiner Behörde. Entscheidungen würden ohne Rücksicht auf Politik oder Wirtschaft getroffen.

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