Kommt Ergster Kreisel noch vor B236-Ausbau? Minister sagte erst Ja - und schrieb dann Nein

dzLethmather/Ruhrtalstraße

Ein Kreisverkehr soll den Stau an der Kreuzung Letmather/Ruhrtalstraße beseitigen. Aber noch vor Sanierung der B236? Der zuständige Minister sagte offenbar erst ja und ruderte jetzt zurück.

Ergste

, 08.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das kommende Jahr wird eine Prüfung für Schwerter Autofahrer. Die B236 (Hörder Straße) wird neugebaut, die Autobahn-Anschlussstelle monatelang gesperrt. Das wird Verkehrsprobleme mit sich bringen, denn viele Autofahrer werden über die einzige andere Schwerter Anschlussstelle in Ergste ausweichen. An der bereits jetzt überlasteten T-Kreuzung Letmather Straße/Ruhrtalstraße wird der Verkehr dann voraussichtlich noch zunehmen.

Ein Kreisverkehr soll das Problem lösen. Die gute Nachricht: Die Planung des Kreisels ist im Prinzip angeschlossen, das Geld ist da. Das Problem: Mit dem Termin des Baubeginns hapert es, der könnte zu spät kommen, um Ergste während der B236-Baustelle zu entlasten. Die Ortspolitik und die Planungsgesellschaften Straßen.NRW und Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) konnten sich bislang nicht einigen.

Mündliches Versprechen gegenüber der CDU in Ergste

Deshalb ist Ratsmitglied Bernd Krause (CDU) mit einer Schwerter Delegation beim NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) vorstellig geworden. Die Schwerter erklärten dem Minister das Problem und der traf laut Bernd Krause auch sofort eine Entscheidung: „Er versprach, dass der Kreisel fertig wird, bevor der zweite Bauabschnitt der B236 beginnt.“

Das Treffen war im August. Bernd Krause berichtete darüber auch kürzlich bei der Ergster-Villigster Runde in St. Monika. Der Bau der Bundesstraße soll im Januar am Freischütz beginnen und zunächst bis zur Autobahnauffahrt gehen. Der zweite Bauabschnitt beinhaltet dann im Anschluss die sechsmonatige Sperrung der Anschlussstelle Schwerte.

Schriftliche Absage kam dann im Landtag

Parallel bearbeitete das Verkehrsministerium eine sogenannte „Kleine Anfrage“ des Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke (SPD) zum Ergster Kreisel. Die von Hendrik Wüst unterschriebene Antwort liegt seit Dienstag, 8. Oktober, vor und widerspricht dem mündlichen Versprechen des Ministers.

Dort wird der „Knotenpunkt B 236 (Letmather Straße)/L 675 (Ruhrtalstraße)“ als „Autobahn-Bedarfsumleitung“ bezeichnet. In dem Schreiben heißt es: „Grundsätzlich gilt, dass während solcher Zeiten (Sperrung AS Schwerte) die Bedarfsumleitungsstrecken von Baumaßnahmen freizuhalten sind. Der Knotenpunkt-Umbau wird im Anschluss daran erfolgen.“

„Wir können nur abwarten“

Die Schwerter Politik hat sich in der Frage des Ergster Kreisels an die Landesregierung gewandt und zwei widersprüchliche Antworten erhalten. Es bleibt Verwirrung. „Mehr als enttäuschend“ findet Hartmut Ganzke die Antwort des Verkehrsministerium.

Bernd Krause hingegen hat Hoffnung: „Wir können jetzt nur abwarten. Wenn im Januar die Baustelle am Freischütz beginnt, ohne dass vorher der Kreisel in Ergste gebaut wurde, werden wir uns nochmal an den Minister wenden.“

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