Bei den meisten der etwa 100 Alarme im Jahr gibt es nichts zu löschen

Empfindliche Brandmelder

Bergkamen

, 29.11.2019, 16:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zur Bayer-Werkfeuerwehr in Bergkamen gehören 42 Berufsfeuerwehrleute, von denen sich viele auch als freiwillige Feuerwehrleute in ihrer Heimatstadt engagieren. Ein prominentes Beispiel ist der stellvertretende Bergkamener Stadtbrandmeister Bernd Externbrink.

Hinzu kommen 49 Bayer-Mitarbeiter, die eigentlich als Chemikanten, Schlosser oder in anderen Berufen im Werk haben und zusätzlich als Feuerwehrleute ausgebildet werden und an Übungen teilnehmen. Sie greifen ein, wenn die Berufsfeuerwehr Hilfe benötigt und werden dafür zusätzlich bezahlt.

Die echten Einsätze im Chemiepark halten sich allerdings in Grenzen. Feuerwehrchef Martin Naumann schätzt, dass es etwa 90 bis 100 Alarme im Jahr gibt.Imn etwa 90 Prozent der Fälle aber gibt es nichts zu löschen.

Auf dem Werksgelände gibt es zur Sicherheit etwa 4000 Brandmeldeanlagen, die aus Sicherheitsgründen sehr sensibel eingestellt sind. Sie können durch Staub, Dampf oder anderes irritiert und ausgelöst werden. Neumann spricht nicht von einem Fehlalarm, sondern von einem „Täuschalarm“.

In allen Fällen rückt die Werkfeuerwehr aus, prüft die Lage und gibt die Produktion wieder frei, wenn es keinen Grund zum Eingreifen gibt.

In den anderen Fällen handelt es sich fast immer um kleinere Vorfälle, versichert der Leiter der Werkfeuerwehr. „Der größte Brand, den wir jetzt hatten, war der Brand an einer Düse an der Scheibenwaschanlage eines Fahrzeugs“, berichtet Neumann. Nur etwa alle acht bis zehn Jahre komme es tatsächlich zu einem größeren Ereignis, bei dem die Feuerwehr eingreifen muss.

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