Bei Gerry Weber zeichnet sich weiterer Stellenabbau ab

Bei dem kriselnden Modekonzern Gerry Weber zeichnet sich ein weiterer massiver Stellenabbau ab. Das vom Unternehmen in Auftrag gegebene Gutachten zur Überprüfung der Sanierungsfähigkeit des Konzerns bescheinigte der Gerry-Weber-Gruppe zwar „im Kern ein erfolgreiches und zukunftsfähiges Geschäftsmodell“, wie der scheidende Unternehmenschef Ralf Weber am Donnerstag mitteilte. Doch werde der Sanierungskurs verschärft werden müssen. „Das wird unweigerlich zu tiefen Einschnitten sowohl auf der Personalseite des Unternehmens als auch in seiner Struktur führen“, sagte Weber.

18.10.2018, 11:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei Gerry Weber zeichnet sich weiterer Stellenabbau ab

Kleiderbügel mit der Aufschrift Gerry Weber hängen an einer Garderobe. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Das Modeunternehmen aus dem westfälischen Halle, zu dem neben der Kernmarke Gerry Weber auch die Marken Hallhuber, Samoon und Taifun gehören, beschäftigt derzeit noch rund 6500 Mitarbeiter. Es kämpft seit geraumer Zeit mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Der Wert der Gerry-Weber-Aktie hatte sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als halbiert.

Die Gruppe führe derzeit Gespräche mit Finanzierungspartnern, um die Finanzierung des Konzerns nachhaltig zu sichern, betonte Weber. Gleichzeitig würde die Restrukturierung des Unternehmens auf den Weg gebracht. Der Markt habe sich dramatisch verändert, das Kaufverhalten ebenfalls. Darauf müsse sich das Unternehmen einstellen. Genaue Angaben, wie viele Stellen gefährdet sind, machte Gerry Weber nicht.

Der designierte Vorstandssprecher Johannes Ehling betonte, er sei davon überzeugt, das Gerry Weber „nach erfolgreicher Restrukturierung wieder in die Erfolgsspur kommen“ werde. An der Börse sorgte die Mitteilung des Unternehmens zum Ergebnis des Sanierungsgutachtens am Donnerstagvormittag für einen Kurssprung.

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