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Befall für Laien oft schwer zu sehen

Nur Eichen betroffen

Eichen-Prozessionspinner kommen auch natürlich in unserer Region vor – allerdings nicht in dem Ausmaß wie in diesem und im vergangenen Jahr.

11.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Ob eine Eiche von den Prozessionsspinnern befallen ist, können Laien oft nicht erkennen. „Wir sehen das manchmal auch nur, weil wir an den unteren Ästen mit Laub Fraßspuren sehen“, sagt Heike Schneider. Die Raupen halten sich oft oben in den Baumkronen auf, weil sie Blätter fressen und dort mehr Nahrung finden. Bei bestimmten Wetterlagen sind sie besonders schwer zu finden, haben die Baubetriebshof-Mitarbeiter festgestellt. „Wenn es regnet sehen wie sie oft gar nicht“, sagt Schneider.

Sie wandern aber oft an den Ästen und am Stamm und kommen dann auch in die Höhe, in der auch Kinder in Kontakt mit den Raupen kommen können. Die städtischen Mitarbeiter haben sogar die Zeit gestoppt und haben festgestellt, dass die Raupen relativ schnell wandern können. In fünf Minuten schaffen sie bis zu zwei Metern.

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Auch andere Bäume sind erkrankt

Eichen-Prozessionsspinner sind übrigens nicht im Zuge des Klimawandels eingewandert. Sie kommen in großen Teilen Europas natürlich vor. Nur, dass sie so massiert auftreten, ist ungewöhnlich. Hans Irmisch geht davon aus, dass das auch mit dem vergangenen trockenen Sommer zusammenhängt. „Die Bäume sind anfälliger geworden“, sagt er. Nicht nur für Eichen-Prozessionsspinner. An der Freiherr-vom-Stein-Realschule müssen Ahorne gefällt werden, weil sie von der Rußrindenkrankheit befallen sind.

Die Nachtfalter, zu denen die Raupen später werden, legen ihre Eier bereits im Herbst in den Bäumen und tarnen sie. Die Raupen schlüpfen Anfang Mai und durchlaufen dann sechs Entwicklungsstadien, bis sie sich verpuppen, und dann zu Faltern werden.

Die Falter haben übrigens eine ganze Reihe von natürlichen Fressfeinden. Die Stadtverwaltung hofft, dass die Raupen-Plage nach einem kalten Winter mit längeren Frostperioden auch wieder verschwindet.

Es können auch andere Bäume als Eichen befallen werden. Das hat der Baubetriebshof in Bergkamen aber noch nicht festgestellt.

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