Beethoven-Jahr: Berliner „Götterfunken“ nach Wien und Bonn

Zum Beethoven-Jahr schickt die Staatsbibliothek Berlin jeweils Teile der Originalpartitur der neunten Sinfonie als Leihgaben zu Ausstellungen nach Bonn und Wien. Die Staatsbibliothek wolle ihre einmaligen Schätze im Beethoven-Jahr 2020 möglichst vielen Menschen zugänglich machen, sagte Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf in einer Mitteilung vom Dienstag. Beethoven (1770-1827) kam in Bonn zur Welt, Wien prägte Leben und Werk des Komponisten. Dort starb er auch.

17.12.2019, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Keine Institution der Welt besitzt und pflegt so viele Kompositionen, Briefe, Konversationshefte und anderes Handschriftliches von Ludwig van Beethoven wie die Staatsbibliothek zu Berlin“, sagte Schneider-Kempf. Im März und April will die Staatsbibliothek in der Ausstellung „Diesen Kuss der ganzen Welt!“ erstmals alle Sätze der berühmten Sinfonie gleichzeitig ausstellen.

Für die Ausstellung „Beethoven. Menschenwelt und Götterfunken“ in der Österreichischen Nationalbibliothek steht eines der fünf Blätterbündel des Finalsatzes der Sinfonie Nr. 9, d-Moll op. 125 bereit. Gezeigt werden soll eine Doppelseite des berühmten Finales mit jenem Höhepunkt, an dem Beethoven die Hauptthemen Freude und Brüderlichkeit verflicht. Zwischen dem Notensystem notierte er die berühmten Textzeilen „Freude schöner Götterfunken“ und „Seid umschlungen Millionen“.

Die Bundeskunsthalle in Bonn kann in der Ausstellung „Beethoven.Welt.Bürger.Musik“ ebenfalls Seiten aus dem Finalsatz zeigen. Daneben sind weitere Partituren von Beethovens Hand zu sehen, etwa die „Missa solemnis“.

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