Abriss der alten Stahlhandel-Hallen steht bevor - Bergbau-Fassade soll bleiben

Preußenstraße

Auf dem Gelände des ehemaligen Stahlhandels an der Preußenstraße tut sich was: Die Hallen machen Platz für neue Wohnungen. Auch das alte Verwaltungsgebäude rückt damit in den Fokus.

Lünen

, 29.10.2018, 12:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Abriss der alten Stahlhandel-Hallen steht bevor - Bergbau-Fassade soll bleiben

Der Bauverein bereitet den Abriss der alten Werkhallen hinter dem ehemaligen Preußen-Verwaltungsgebäude vor. © Goldstein

Insgesamt 70 Wohnungen möchte der Bauverein Lünen an der Preußenstraße bauen. Wie berichtet soll ein Teil davon auch öffentlich gefördert sein – der steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum wäre damit zumindest ein wenig geholfen.

Auf RN-Anfrage bestätigte Andreas Zaremba, Geschäftsführer des Bauvereins, dass der Abriss der Werkhallen demnächst startet: „Wir bereiten das gerade vor.“ Übrig bleibt ein 13.000 Quadratmeter großes Gelände in einer für Horstmar guten Lage: In unmittelbarer Nähe liegen Einkaufsmöglichkeiten, eine Bushaltestelle und der Preußen-Bahnhof; zum Seepark sind es ebenfalls nur wenige Minuten.

„Wollen Bürger mit ins Boot holen“

Damit fällt der Blick des Bauvereins natürlich auch auf das alte Verwaltungsgebäude der Zeche Preußen. „Es macht natürlich Sinn, diesen Teil bei der Entwicklung der Gesamtfläche zu berücksichtigen“, so Zaremba. Dass auch hier Wohnungen – ebenfalls teilweise öffentlich gefördert – entstehen sollen, liegt auf der Hand. Doch Details wollte Zaremba noch nicht verraten: „Hier wollen wir Politik und natürlich auch die Bürger mit ins Boot holen.“

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Neue Wohnungen an der Preußenstraße

Es tut sich was an der Preußenstraße: Auf einem ehemaligen Werksgelände entstehen neue Wohnungen, auch für das ehemalige Verwaltungsgebäude der Zeche Preußen gibt es erste Pläne.
29.10.2018
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Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Zeche Preußen in Horstmar an der Preußenstraße.© Goldstein
Zunächst hatte Vivawest in dem Komplex Wohnungen untergebracht.© Goldstein
Diese Wohnungen stehen jedoch schon lange leer, die Bausubstanz des Gebäudes ist schlecht.© Goldstein
Auch wenn das Gebäude marode ist - der Bauverein als neuer Eigentümer hofft, die Fassade erhalten zu können.© Goldstein
Hinter der - nicht denkmalgeschützten - Fassade soll ein neues Gebäude mit zum Teil öffentlich finanzierten Wohnungen entstehen.© Goldstein
Das angrenzende Gelände eines ehemaligen Stahlhandels nutzt der Bauverein ebenfalls für neue Wohnungen.© Goldstein
Nach dem nun bevorstehenden Abriss sollen hier zehn Gebäude mit insgesamt 70 Wohnungen entstehen.© Goldstein

Erklärter Wunsch des Bauvereins sei es aber, die Fassade des Gebäudes als Bergbau-Zeugnis für Lünen und Horstmar zu erhalten. Ob das möglich ist, kann der Geschäftsführer zu diesem Zeitpunkt nicht abschätzen. Was er aber weiß: „Die Bausubstanz des Gebäudes ist hinüber.“ In der ehemaligen Verwaltung hatte das Unternehmen Vivawest zuvor Wohnungen unterhalten – diese hatten jedoch lange Zeit leer gestanden, bevor der Bauverein schließlich Vivawest das Gebäude Anfang 2018 abkaufte. „Die Wände haben stark Wasser gezogen, überall gibt es Schimmel und Stockflecken“, macht Zaremba deutlich, dass eine Sanierung hier keinen Sinn machen würde.

Positive Signale aus Düsseldorf

Aus Düsseldorf gebe es bereits positive Signale, dass im Falle von Neubauten auch hier eine öffentliche Förderung möglich wäre. Die weiteren Pläne – auch was den von vielen Bürgern gewünschten Erhalt der historische Zechen-Fassade betrifft – will der Bauverein nun mit der Stadtverwaltung und der Politik abstimmen, ehe es dann in die Bürgerbeteiligung geht.

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