Baustart für erste deutsch-belgische Strombrücke in Aachen

Der deutsche Stromnetzbetreiber Amprion und der belgische Netzbetreiber Elia haben am Dienstag in Aachen mit dem Bau einer ersten deutsch-belgischen Strombrücke begonnen. Die Verbindung zwischen dem deutschen und belgischen Netz fördere die Versorgungssicherheit und trage zur Stabilisierung des Netzbetriebs in der Region bei, teilte Amprion am Dienstag beim ersten Spatenstich mit.

30.10.2018, 13:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Belgien habe Bedarf an Strom aus Deutschland, sagte eine Unternehmens-Sprecherin. Mit dem 90 Kilometer langen Gleichstrom-Kabel würden dringend erforderliche Netzkapazitäten für grenzüberschreitende Stromflüsse bereitgestellt. Die Strombrücke von einer großen Umspannanlage in Niederzier am Braunkohletagebau Hambach und Lixhe in der Provinz Lüttich koste 450 Millionen Euro und soll 2020 in Betrieb gehen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte die Strombrücke einen Meilenstein für die grenzüberschreitende Stromversorgung. Belgien und Nordrhein-Westfalen machten einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Vollendung des europäischen Energiebinnenmarktes und für die Versorgungssicherheit beider Regionen.

Auf Forderungen Nordrhein-Westfalens, die alten belgischen Kernkraftwerke Doel und Tihange abzuschalten, argumentiert Belgien mit der Bezahlbarkeit von Strom und der Versorgungssicherheit. Deshalb brauche Belgien noch für eine begrenzte Zeit Kernenergie.

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