Baumot will VW-Diesel-Nachrüstung im Oktober ausliefern

Für immer mehr alte Diesel-Modelle können Hardware-Nachrüstungen angegangen werden. Ein Unternehmen aus NRW mischt dabei mit.

16.08.2019, 12:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Baumot will VW-Diesel-Nachrüstung im Oktober ausliefern

Das Logo vom Nachrüster Baumot auf einem Demonstrations-Nachrüstsatz. Foto: Marijan Murat/Archivbild

Für die Nachrüstung von Diesel-Autos will eine Firma aus Königswinter im Herbst neue Abgasreinigungen auf den Markt bringen. „Wir planen, die ersten Systeme noch im Oktober 2019 auszuliefern“, teilte der Chef des Technologie-Anbieters Baumot, Marcus Hausser, der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach seinen Worten deckt die vom Kraftfahrt-Bundesamt erteilte Betriebserlaubnis (ABE) etwa 1,3 Millionen betroffene Autos aus dem Volkswagen-Konzern ab.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte am Donnerstag die Betriebserlaubnis für Systeme von Baumot veröffentlicht. Diese umfasse Nachrüstsysteme für über 60 Fahrzeugmodelle des VW-Konzerns. „Weitere ABEs für Fahrzeuge auch anderer Hersteller werden wir in Kürze ebenfalls beantragen. Wir gehen davon aus, zeitnah für alle relevanten Volumenmodelle eine Nachrüstlösung anbieten zu können“, sagte Hausser. Ein anderer Anbieter aus Bayern, Dr Pley, hatte bereits Ende Juli die Betriebserlaubnis für Nachrüstungen von Volvos und später auch von Mercedes-Modellen bekommen.

Ziel der Nachrüstungen ist es, dass Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 von Fahrverboten ausgenommen werden können. Die Umrüstungen am Motor sind Teil eines Maßnahmenpakets der Regierung für bessere Luft. Deutsche Auto-Hersteller hatten sich nach langer Debatte auf Zuschüsse für Hardware-Nachrüstungen eingelassen. Sie favorisieren Software, um die Abgaswerte zu verbessern.

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