Baukunstarchiv NRW: „Lebendiges Zentrum für Baukultur“

Mehr als nur Nachlassverwaltung: Im ersten Jahr seines Bestehens hat sich das Baukunstarchiv Nordrhein-Westfalen zu einem wichtigen Veranstaltungsort für Baukultur etabliert. Diese Bilanz zogen die Träger der Einrichtung mit Sitz in Dortmund am Montag genau zwölf Monate nach dem Startschuss des Projektes. Die landesweite Einrichtung soll die Nachlässe von Architekten und Bauingenieuren aus der Region sammeln und der Forschung zur Verfügung stellen - und gleichzeitig Standort für aktuelle Veranstaltungen rund um nordrhein-westfälische Baukultur sein.

04.11.2019, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Inzwischen seien etwa 100 Nachlässe in die Obhut des Archivs gegeben worden, sagte ein Sprecher. Darunter seien Zeichnungen oder Modelle prominenter Baumeister aus NRW wie Harald Deilmann oder Josef Paul Kleihues. Darüber hinaus würden die Räume im früheren Museum am Ostwall rege für Ausstellungen und Vorträge genutzt. So habe sich das Haus zu „einem lebendigen Zentrum für Baukultur“ entwickelt, teilte Ernst Uhlig, Präsident der Architektenkammer, am Donnerstag mit. Die Kammer zählt neben der Ingenieurskammer Bau NRW, der Stiftung Deutscher Architekten, einem Förderverein und der TU Dortmund zu den Trägern des Archivs.

Für das kommende Jahr sind unter anderem Ausstellungen zu Deilmann, dem Schöpfer des Stadttheaters Münster und des Essener Aalto-Theaters, sowie zu Ernst Ludwig Kirchners architektonischem Schaffen geplant. Forscher arbeiten zudem gerade die spezifische Bauhistorie des Ruhrgebiets auf.

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