Bauernverband aus NRW sieht „keine Alternative zu Glyphosat“

Der Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbands (RLV), Bernhard Conzen, lehnt ein Verbot des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat ab. In der Landwirtschaft gebe es derzeit dazu keine Alternative, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag). Ohne Glyphosat wäre „die Nachhaltigkeit auf den Äckern und bei der Arbeit“ gestört. Eine intensive Pflügung, die bei einem Verbot wieder notwendig würde, „kostet nicht nur deutlich mehr Zeit und damit Geld, sondern ist auch schlecht für die Umwelt“, fügte Conzen hinzu. Der RLV repräsentiert nach eigenen Angaben rund 20 000 Bauern im Rheinland.

23.03.2019, 01:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bauernverband aus NRW sieht „keine Alternative zu Glyphosat“

Behälter mit Roundup, einem Unkrautvernichter von Monsanto, stehen in einem Regal in einem Baumarkt. Foto: Haven Daley/Archiv

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hatte am Dienstag in den USA wegen eines Unkrautvernichtungsmittels mit dem Wirkstoff Glyphosat eine Niederlage vor Gericht erlitten. Eine Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand, dass das Mittel ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers gewesen sei.

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