Bauch mit Messer aufgeschnitten – nur Notoperation rettet Opfer das Leben

dzLandgericht Bochum

Vor einem FKK-Club in Bochum-Wattenscheid hat es eine Massenschlägerei gegeben, bei der ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde. Zum Prozessauftakt wurden die Details der Anklage bekannt.

Bochum

, 23.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach einer Bluttat vor einem FKK-Club in Wattenscheid müssen sich zwei 20 und 57 Jahre alte Männer seit Donnerstag (23.1.) wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Bochumer Landgericht verantworten.

Das Duo soll vor 15 Monaten dabei gewesen sein, als ein dritter Mann einem Kontrahenten bei einer Rangelei mit einem Messer den Bauch aufgeschlitzt hat. Das Opfer verdankt sein Leben laut Anklage einzig einer schnellen Not-Operation im Bochumer Bergmannsheil.

Zwei BMW stellten sich quer vor ein Auto

Staatsanwalt Danyal Maibaum wirft den Angeklagten vor, am 14. September 2018 gegen 22.40 Uhr gemeinsam mit drei Begleitern in zwei BMW vor dem Saunaclub an der Lohrheidestraße vorgefahren und sich quer vor ein dort bereits geparktes Auto mit drei Insassen gestellt zu haben.

Dann soll alles ganz schnell gegangen sein: Laut Anklage stieg die Gruppe um die Angeklagten aus, bewaffnete sich mit Messer und Schlaggegenständen und attackierte das geparkte Fahrzeug. Eine Seitenscheibe ging zu Bruch, die Insassen stiegen aus, es entwickelte sich eine Massenschlägerei.

Messer war 15 Zentimeter lang

Laut Anklage soll ein Begleiter der zwei Angeklagten dann mit einem Messer (Klingenlänge 15 Zentimeter) auf einen der Insassen eingestochen haben, sodass der Mann eine 10 Zentimeter lange Stich-Schnitt-Wunde im Bauch erlitt, die letztlich sogar zum Austritt des Dünndarms führte.

Zum Prozessauftakt vor der 3. Jugendstrafkammer wollten sich beide Angeklagten vorerst noch nicht zu den Vorwürfen äußern. Für den Prozess sind noch drei Verhandlungstage bis zum 14. Februar anberaumt.

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