Barrierefreie Musterküche der Möbelwerkstatt Hönekop ist jetzt in Dortmund zu sehen

dzBarrierefreies Wohnen

Besonderer Auftrag für die Herberner Möbelwerkstatt Hönekop: Sie lieferte eine barrierefreie Küche für eine Ausstellung in einem Dortmunder Krankenhaus.

Herbern

, 22.11.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Showroom sagt man neudeutsch wohl dazu“, sagt Hönekop-Geschäftsführerin Elke Eckmann (55) und lacht. Doch der Hintergrund des Auftrages ist ernst. Die Beispielküche ist teil eines umfassendes Konzeptes zur Beratung und Betreuung vom Senioren am Geriatrie-Krankenhaus Hüttenhospital in Dortmund.

Das 160 Jahre alte Krankenhaus hat sich vor mehr als 30 Jahren auf die Behandlung von Senioren spezialisiert. Integriert in das Gebäude sind das Sanitätshaus Tingelhoff sowie eine Praxis für Physio-, Ergo- und Logopädie. Motto: 360-Grad-Beratung.

Besondere Anforderungen

„Für die Ausstellung des Sanitätshaus Tingelhoff haben wir die Musterküche gebaut“, sagt die Herberner Geschäftsfrau. Eine barrierefreie Küche muss viele besondere Anforderungen erfüllen. Die wichtigsten Bereiche müssen für Rollstuhlfahrer unterfahrbar sein. Arbeitsplatten müssen sich in der Höhe elektrisch verstellen lassen und so weiter.

„Weiteres Thema ist die gemischte Nutzung der Küche von behinderten und nicht-behinderten Mitgliedern eines Haushaltes“, sagt Eckmann. Auf solcherart Konzepte sei die Möbelwerkstatt Hönekop spezialisiert, dank der individuellen Anfertigung in der eigenen Werkstatt.

An Aktionstag begutachtet

Wie kam der Kontakt zum Sanitätshaus zustande? „Das war eigentlich ganz unspektakulär. Die hatten wohl von uns gehört und haben uns angesprochen“, sagt Elke Eckmann. Dann dauerte es eine Weile, bis alles unter Dach und Fach war.

Im vergangenen Monat bauten die Herberner Monteure die barrierefreie Musterküche (Kosten ab 15.000 Euro) in den Räumen des Hüttenhospitals auf. Am vergangenen Montag konnte die Öffentlichkeit das gute Stück bei einem Aktionstag in Augenschein nehmen.

In der 360-Grad-Beratungsfiliale dreht sich alles um geriatrische Patienten und deren Angehörige, die dort ein regelmäßiges Beratungsangebot und eine Vielzahl von Hilfsmitteln speziell für die häufigsten Diagnosen einer geriatrischen Klinik erwarten können. Sie soll als erste Anlaufstelle für Patienten und Angehörige dienen. Sobald erste Möglichkeiten einer Hilfsmittelversorgung vorgestellt wurden, besteht in zweiten Schritt die Möglichkeit eine individuelle 360-Grad-Beratung in der Wohnung der Patienten durchzuführen
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