Barrierefrei auch für Seh- und Hörbehinderte

Zusätzliche Anforderungen

Bergkamen

, 16.10.2019, 17:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Frank Vehlow, der neue Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins Kreis Unna macht darauf aufmerksam, dass es beim barrierefreien Umbau nicht nur darum geht, Hindernisse für Gehbehinderte zu beseitigen. Dazu gehören zum Beispiel Stufen, die überwunden werden müssen und die für Rollstuhlfahrer zu unüberwindlichen Hürden werden.

Blinde und Sehbehinderte oder Menschen mit einer Einschränkung beim Hören müssen andere Hindernisse überwinden, macht Vehlow deutlich. Für blinde Menschen müssen Bushaltestellen so gestaltet sein, dass sie den Einstiegspunkt in den Bus überhaupt finden, wenn sie mit dem Blindenstock allein unterwegs sind.

Hilfsmittel sind zum Beispiel geriffelte Pflasterungen, die sie mit dem Stock ertasten können, um den Weg zu finden. Ampeln an Straßenüberquerungen auf dem Weg zum Bus müssen so gestaltet sein, dass auch Blinde sie ohne Hilfe überqueren können. Dazu müssen sie ertasten können, wo der Überweg ist. Außerdem muss es akustische Signale geben, damit sie erkennen können, wann sie gehen können und wann sie stehen bleiben müssen.

In der Vergangenheit habe es auch Beschwerden von Anwohnern gegeben, die sich von den Signalen gestört fühlten, sagt Vehlow. Mittlerweile ist es aber untersagt, die Signale aufgrund solcher Beschwerden abzuschalten.

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