Bäderkonzept soll klären: Wird einmal ein Kombibad die beiden Selmer Schwimmbäder ablösen?

Schwimmen in Selm

Noch hat Selm zwei gut funktionierende Bäder. Damit die Stadt nicht unvorbereitet ist, will sie jetzt schon mit der Planung der Zukunft beginnen. Auch ein neues Kombibad ist denkbar.

Selm

, 12.12.2018, 13:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bäderkonzept soll klären: Wird einmal ein Kombibad die beiden Selmer Schwimmbäder ablösen?

Nicht nur beim Badewannenrennen der Jugendfeuerwehren ist das Selmer Bürgerfreibad ein beliebtes Ziel. © Jürgen Weitzel

Ein „mittelfristiges Bäderkonzept“ müsse her, sagt Sylvia Engemann, während der Sitzung des Schul- und Sportausschusses am Montagabend in der Sekundarschule. Die Weichen dafür seien bereits gestellt - im Haushaltsplan 2019/20.

Stadt stellt Geld für Bäderkonzept zur Verfügung.

Jeweils 50.000 Euro für jedes der beiden Haushaltsjahre hat die Stadt Selm bereitgestellt für die Erstellung eines Bäderkonzepts. Dabei hatte Stadtsprecher Malte Woesmann noch in der vergangenen Woche auf RN-Anfrage mitgeteilt: „Derzeit sind der Neubau oder die Sanierung von Bädern nicht in der mittelfristigen Finanzplanung des Haushaltsplanentwurfs 2019/20 vorgesehen.“ Das sei kein Widerspruch, sagte er am Dienstag. Planungskosten seien etwas anderes als Investitionskosten. In jedem Fall denkt die Stadt also darüber nach, in den nächsten Jahren einiges an Geld auszugeben, damit die Selmer nicht irgendwann auf dem Trockenen liegen. Die Entscheidung, wohin dieses Geld am besten fließen wird, soll ein Fachplaner vorbereiten helfen.

Eine Kombination von Hallenbad und Freibad ist möglich.

Alles ist dabei möglich. „Wir werden dabei sowohl über eine Freibad- als auch über eine Hallenbadsanierung nachdenken müssen“, so Engemann. Diese Kosten müssten beziffert werden - und denen für einen Neubau an einem anderen Standort gegenübergestellt werden. „Vielleicht einer Kombination von Hallen- und Freibad“, so Engemann. Dabei sei zu prüfen, ob es Fördermittel dafür geben könnte. Das sei alles noch sehr vage, so die Beigeordnete - wohlwissend, dass es sich schnell um ein Millionenprojekt handelt.

Das Hallenbad hatte die Stadt bereits vor 16 Jahren an einen privaten Investor verkauft: den Physiotherapeuten Heinrich Ferkmann. Das Freibad ist seit rund zehn Jahren in Trägerschaft des Fördervereins. An die Adresse des Vereins sagte Engemann, dass „die Politik, auch wenn wir dafür nichts im Investitionsprogramm vorgesehen haben, standby steht“ für den Fall, dass es kurzfristig zu einem Schadensfall komme.

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