Baby stirbt durch Schädelbruch: Plädoyers im Prozess

Ein Säugling stirbt an einem Schädelbruch. Gewaltexzess oder Unfall? Zwei Gutachter streiten darüber im Totschlagsprozess gegen den Vater. Der bisher unbescholtene Mann bestreitet die Vorwürfe. Nun wird plädiert.

29.11.2019, 02:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Baby stirbt durch Schädelbruch: Plädoyers im Prozess

Justitia mit Sonne und Taube. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Im Prozess gegen einen Vater, der sein sechs Monate altes Kind mit massiver Gewalt getötet haben soll, werden heute die Plädoyers erwartet. Das Kind war im März an den Folgen eines Schädelbruchs gestorben, als der 37-Jährige mit dem Kind allein in der Wohnung war. Die Staatsanwaltschaft kam nach dem Obduktionsbericht zu dem Schluss, dass das Kind an den Folgen massiver Gewalteinwirkung durch den Vater starb. Sie wirft dem bis dahin unbescholtenen Mann Totschlag vor.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Die Mutter des Kindes, seine Lebenspartnerin, bezeichnete ihn als liebevollen Vater. Ein von der Verteidigung eingebrachter Rechtsgutachter beurteilte das Verletzungsbild vom Schädelbruch des Kindes völlig anders als das Obduktionsgutachten. Für ihn deutete das Verletzungsbild auf einen Unfall hin.

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