BUND: Öffnung der Fledermaus-Höhlen im Hambacher Forst

Wegen der geplanten Rodungen hat RWE die Quartiere der Bechsteinfledermaus verschlossen. Aus Artenschutzgründen. Nun gibt es aber keinen Grund mehr dafür, meinen Umweltschützer.

14.10.2018, 10:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
BUND: Öffnung der Fledermaus-Höhlen im Hambacher Forst

Eine Höhle an einem Baum im Hambacher Forst ist mit mit Plastikfolie verschlossen worden. Foto: Henning Kaiser/Archiv

Umweltschützer sehen auch nach dem vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst die streng geschützte Bechsteinfledermaus in Gefahr. Über eine Woche nach der Entscheidung des OVG Münster seien die Fledermausquartiere immer noch mit Folien verschlossen, teilte der Umweltverband BUND mit. Das verstoße gegen den Artenschutz. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen forderte die zuständigen Behörden auf, den Energiekonzern RWE zur Öffnung der Fledermaushöhlen bis zum 15. Oktober zu verpflichten.

Der Kreis Düren kündigte an, den Sachverhalt mit RWE zu klären. Das Umweltamt gehe davon aus, dass RWE verschlossene Baumhöhlen öffnen werde, teilte ein Behördensprecher mit. Der Rhein-Erft-Kreis ist nach eigenen Angaben in der Klärung, in welchen Teilbereichen die Bruthöhlen verschlossen sind und wann Bruthöhlen gegebenenfalls wieder freigegeben werden müssen.

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