Keine schnelle Lösung für Wisente im Rothaargebirge

Im festgefahrenen Streit um die einzige freilebende Wisent-Herde Deutschlands im Rothaargebirge wird es keine schnelle juristische Lösung geben. Der Bundesgerichtshof (BGH) will vor seinem Urteil möglicherweise noch eine zweite Verhandlung ansetzen, danach wird sich voraussichtlich das Oberlandesgericht Hamm erneut mit dem Fall befassen müssen. Die Vorsitzende Richterin Christina Stresemann rief die Projektverantwortlichen in der Karlsruher Verhandlung am Freitag auf, nicht ewig auf die Gerichte zu warten. Das Schicksal der bei Bad Berleburg in Wittgenstein heimischen Wisente hänge auch davon ab, dass eine Entscheidung getroffen werde, wie es nach den bisherigen Erfahrungen auf Dauer weitergehen soll.

16.11.2018, 03:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Forstwirte haben den Trägerverein verklagt, weil die 2013 im Rothaargebirge ausgewilderten Tiere inzwischen durch ihre Wälder streifen und dort den Buchen die Rinde abfressen. Eine Entschädigung reicht ihnen nicht. Sie wollen die Wisente gar nicht auf ihrem Grund haben. (Az. V ZR 177/17 u.a.)

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