Azubis im Handwerk soll Weg zum Abitur vereinfacht werden

Mit dem sogenannten Berufsabitur soll Auszubildenden im Handwerk der Weg zur Allgemeinen Hochschulreife vereinfacht werden. Jugendliche, die eine duale Ausbildung im Handwerk beginnen, können dabei von Anfang an auch auf das Abitur hinarbeiten, wie das Schulministerium am Donnerstag mitteilte. Damit gebe es die Perspektive, innerhalb von vier Jahren erst einen Gesellenbrief zu erwerben und dann das Abi zu schaffen. Dieser Bildungspfad werde in Nordrhein-Westfalen seit diesem Schuljahr erprobt.

19.09.2019, 15:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Azubis im Handwerk soll Weg zum Abitur vereinfacht werden

Yvonne Gebauer (FDP), NRW-Bildungsministerin. Foto: Marius Becker/Archivbild

Bei „der Stärkung der beruflichen Bildung in Nordrhein-Westfalen“ sollten auch neue Wege gegangen werden, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) laut Mitteilung. Das Berufsabitur sei ein „vielversprechendes Modell“, der Doppelabschluss ermögliche die beiden Karrierewege „Beruf und Studium“.

Den Ministeriumsangaben zufolge können Jugendliche derzeit schon während der Ausbildung durch zusätzliche Unterrichtsleistungen und eine Abschlussprüfung nach drei Jahren die Fachhochschulreife erhalten. Darauf aufbauend können sie dann in einem weiteren Jahr auch noch die Allgemeine Hochschulreife erwerben. Teilzeitmodelle für Berufstätige seien möglich, so das Ministerium.

Wie viele Azubis sich in dem gerade begonnen Schuljahr zu diesem Weg entschlossen haben, steht einem Sprecher des Ministeriums zufolge noch nicht fest. Dazu müssten amtliche Zahlen abgewartet werden. Unklar sei auch noch, wie lange die Erprobungsphase des Berufsabiturs laufen solle. Dann solle das Modell bewertet werden.

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