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Der Stolz einer Buchautorin: Im Januar stand das Erstlingswerk von Kim Kristin Josephs bei Amazon für fünf Minuten vor Stephen King. Im Frühling soll das nächste Buch folgen.

Ergste

, 09.03.2019 / Lesedauer: 4 min

Schon als Kind ließ sich die Ergsterin fantastische Geschichte einfallen. Erzählte sie nie laut, behielt sie aber in Erinnerung. Jetzt dienen ihr diese Einfälle als Grundlage für ihre Romane. Mit einem Unterschied: Kim Kristin Josephs ist erwachsen und schreibt für Erwachsene.

Autorin schreibt Bücher für Leser ab 18 Jahren

In ihren Geschichten beschreibt sie, in „explizierter Sprache“ wie sie sagt, Gewaltdarstellungen und erotische Momente. Weil sie unsicher ist, wie Nachbarn und Arbeitskollegen auf diese Bücher mit dem Hinweis „ab 18“ reagieren, hält sie ihren wahren Namen geheim. Kim Kristin Josephs ist ihr Künstlername.

Erst ein Buch von Kim Kristin Josephs ist erschienen: „Bittersüßer Nachtschatten - Gift der Vergangenheit“. Das zweite erscheint noch im Frühjahr, sie ist noch nicht ganz mit dem Cover zufrieden. Zwei weitere Bücher sind in einem fortgeschrittenen Produktionsstadium, sollen noch 2019 erscheinen.

Im Jahr 2000 faste sie den Schreib-Entschluss

Vier Bücher in einem Jahr? Als Anfängerin? Wo kommen die Geschichten her? Der Grund dafür liegt in dem langen Anlauf, den die 40-Jährige brauchte, um ihre Idee aufzuschreiben.

Ihre ausgefeilten Kinderfantasien hatte Kim Kristin Josephs nie vergessen. Im Jahr 2000 erst aber kam der Entschluss, diese Ideen niederzuschreiben. Die ersten Versuche endeten aber in Enttäuschungen. „Das konnte man nicht lesen. Das war viel zu ernst geschrieben. Wie ein Akteneintrag“, beschreibt sie ihre ersten Versuche.

Aus dem Kopf flossen die Inhalte Jahre später aufs Papier

Immer wieder machte sie neue Anläufe, ohne befriedigende Ergebnisse. Dann begann sie, systematisch zu arbeiten. Sie skizzierte den Plot, die Figuren, Eckdaten. Sie fragte sich: „Warum funktionieren die Geschichten im Kopf und nicht auf dem Papier?“

Und so begann sie, nicht nur Handlung und Figuren aufzuschreiben, sondern detailliert alles, was in ihr vorging. Und so bekamen die Geschichten Tiefe und Emotion. 2009 hatte sie mit dieser Herangehensweise Erfolg. „Die Worte sprudelten plötzlich nur so aus mir heraus.“

Die Inspirationen kommen überall her

Geschichten, mehr als eine? Ja, immer arbeitete Kim Kristin Josephs an mehreren Geschichten. Denn kaum hatte sie angefangen zu schreiben, entwickelte sich jede Kleinigkeit in ihrem Leben - Erzählungen, Erlebnisse oder aufgeschnappte Sätze - zu Ideen für neue Geschichten.

Dieses Hochgefühl hielt bis 2010 an. Entstanden war ein richtig dicker Brocken an Roman. Sofort dachte sich Kim Kristin Josephs: „Daraus mache ich zwei Bücher.“ Passenderweise gab es fast genau in der Mitte einen Handlungspunkt, der eine Trennung ermöglichte.

Wertvolle Tipps von einer anderen Autorin

Kim Kristin Josephs begann, ihr Manuskript im engen Freundeskreis zu streuen. Rückmeldungen arbeitete sie ein. Immer wieder arbeitete sie daran. Als sie 2017 soweit war, über eine Veröffentlichung nachzudenken, halfen ihr die Ruhr Nachrichten. Dort las sie das Porträt einer anderen Schwerter Autorin. Sie suchte den Kontakt und bekam wertvolle Tipps, wie sie ein Buch im Selbstverlag veröffentlichen könnte.

„Das war der Impuls“, erinnert sich Kim Kristin Josephs. Nach all den Jahren ging es jetzt so richtig los. Sie bekam Kontakt zu einer Lektorin. Die krempelte das Manuskript kräftig um. „Die Geschichte blieb, aber sprachlich habe ich sehr viel verbessern können“, so die Autorin.

Eine Krise in Schwerte ist der Ausgangspunkt für den Roman

Der Roman spielt in Schwerte, wohin sich die Krisenspezialistin Mascha Benner zurückzieht. Doch dann zeigt sich, dass man auch in Schwerte fantastische Abenteuer erleben kann.

Dann kam die Phase, mit der Kim Kristin Josephs gar nicht gerechnet hatte, die Klärung aller rechtlichen und steuerlichen Fragen rund um eine Buchveröffentlichung und mögliche Geldeinnahmen. Eine zeitfressende Phase. Dabei half ihr „epubli“, eine Online-Plattform für Selbstverleger.

Schwerter Buchhandlungen haben das Erstlingswerk da

Am 11. Januar war es dann soweit. „Bittersüßer Nachtschatten - Gift der Vergangenheit“ war in allen Schwerter Buchhandlungen und im Online-Versand verfügbar.

In weiser Voraussicht hatte Kim Kristin Josephs ihren erweiterten Bekanntenkreis über den Verkaufsstart informiert. Mittlerweile hat sich ihr Erstlingswerk 160 mal verkauft und wurde 100 Mal als E-Book heruntergeladen. Das reichte für ein paar Minuten vor Stephen King auf Amazon.

Kurze Wartezeit auf die Fortsetzung

Mittlerweile haben die ersten Käufer das Buch gelesen. Die Rückmeldungen sind positiv. „Viele wollen wissen, wie es weitergeht“, sagt Kim Kristin Josephs. Die Neugier wird bald befriedigt. Ein Bekannter, der ihr erstes Cover gestaltet hat, feilt gerade am zweiten. Sonst ist das Buch fertig - sie hatte es ja schon 2010 geschrieben. Die Fortsetzung wird bald veröffentlich.

Kim Kristin Josephs hält es für wichtig, das zweite Buch so schnell nachlegen zu können. „So bleibt mein Name im Gedächtnis“, hofft sie. Ende 2019 will sie vier Bücher in einem Jahr veröffentlicht haben. Das hat auch Stephen King nicht geschadet.

Patent

Ein ganz besonderer Name

Ihren Künstlernamen hat sich Kim Kristin Josephs in der Schreibweise KiM Kristin Josephs patentrechtlich schützen lassen.
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