Autofahrer sollen sich an Düsseldorfer Umweltspuren gewöhnen

Autofahrer sollen sich in Düsseldorf langsam an die neuen Umweltspuren gewöhnen dürfen. „Da wird es gerade am Anfang die ein oder andere Irritation geben“, sagte der Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, Ingo Pähler, am Donnerstag. Die Spuren sollen am Montag kommender Woche auf der Merowinger Straße und einen Tag später auf der Prinz-Georg-Straße in Kraft treten.

11.04.2019, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Autofahrer sollen sich an Düsseldorfer Umweltspuren gewöhnen

Ein Schild "Umweltspur Prinz-Georg-Straße" steht an einer Straße. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild

„Die Polizei wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein Auge drauf haben, aber wir sollten einen gewissen Zeitraum abwarten, bis sich die Menschen daran gewöhnt haben.“ Ein Verstoß gegen das Fahrverbot auf der Umweltspur koste dann 15 Euro. Die Spuren sollen dazu beitragen, Dieselfahrverbote abzuwenden. Fahren dürfen auf ihnen nur Busse, Fahrräder, Taxis und Autos mit Elektro-Antrieb.

Eine konkrete Schonfrist oder Karenzzeit gebe es nicht, betonte ein Polizeisprecher. Man wolle damit verhindern, dass die Regelung ignoriert werde. Um den Start der jeweils rund 500 Meter langen Umweltspuren zu erleichtern, habe man die Umstellung in die Osterferien gelegt, sagte Pähler.

An normalen Werktagen nutzen 25 000 Fahrzeuge die Merowinger Straße, eine wichtige Nord-Süd-Achse der Stadt. Entsprechend lärm- und schadstoffbelastet ist sie. Die Prinz-Georg-Straße bringt den Verkehr von Norden hinein - über sie rollen 22 000 Fahrzeuge täglich.

In den Ferien erwartet die Stadt ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen. Am Donnerstag begannen auf der Prinz-Georg-Straße die Markierungsarbeiten. Zwischen den Spuren wurden dickere weiße Streifen gemalt. Zudem sollen Schilder, digitale Anzeigetafeln und Piktogramme auf der Fahrbahn auf die Umweltspuren hinweisen. Messstellen sollen das Schadstoffaufkommen und damit Erfolg oder Misserfolg des Experiments ermitteln.

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