Autofahrer fährt Radfahrer (19) an, lässt ihn sterben und will Unfall vertuschen

Prozess in Aachen

Ein 35-jähriger Autofahrer hat in Aachen einen Radfahrer (19) angefahren und verletzt. Anstatt den Notarzt zu rufen, rief er einen Bekannten an, um den Wagen abzuschleppen. Und er tat noch mehr.

Aachen

19.02.2020, 08:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein weißes Fahrrad erinnert am Ort eines Verkehrsunfalls an den Toten.

Ein weißes Fahrrad erinnert am Ort eines Verkehrsunfalls an den Toten. © dpa

Ein Autofahrer soll für einen verletzten Radler keine Hilfe geholt haben, um den am Ende tödlichen Unfall zu vertuschen. Vor dem Aachener Landgericht hat der Prozess gegen einen Autofahrer wegen versuchten Mordes durch Unterlassen begonnen.

Da nicht klar ist, ob Notärzte den jungen Radfahrer hätten retten können, werte die Staatsanwaltschaft die Tat als versuchten Mord und nicht als Mord, teilte ein Gerichtssprecher mit. Ein 42-Jähriger, der dem Unfallfahrer bei der Flucht geholfen haben soll, ist der Beihilfe zum versuchten Mord angeklagt.

Neues Auto gekauft und Kennzeichen ummontiert

Der 35-jährige soll den Radfahrer (19) beim Kreuzen einer dunklen Straße angefahren haben. Ohne für den Verletzten Hilfe zu holen, rief er laut Anklage den Bekannten an und bat um Hilfe - denn das Unfallauto war so demoliert, dass er ohne Hilfe nicht mehr wegkam.

Der 42-Jährige schleppte den Unfallfahrer laut Anklage ab. Zuhause stellte der 35-Jährige den Unfallwagen nach früheren Angaben in die Garage, kaufte ein identisch aussehendes Auto und montierte das alte Kennzeichen daran.

Der 35-Jährige kündigte an, im Prozess aussagen zu wollen. Der 42-Jährige will nach Angaben seiner Verteidiger schweigen.

dpa

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