Autobahnbrücke Sölder Straße sieht wieder aus wie eine Brücke: Bald eine Baustelle weniger

dzBrückenbaustelle A1

Dicke Betonplatten wurden am Wochenende auf die Brücke über die Sölder Straße gelegt. Auf ihnen wird künftig der Verkehr auf der A1 Richtung Bremen rollen. Das soll nicht mehr lange dauern.

Lichtendorf

, 18.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bald gibt es eine Baustelle weniger auf den Schwerter Straßen. Die Brücke der Autobahn A1 über die Sölder Straße sieht schon fast wieder aus wie eine richtige Brücke. In voller Breite überspannt sie seit Samstag die Landesstraße nahe dem Gartencenter Pötschke.

Ein 400-Tonnen-Kran hat in Präzisionsarbeit die mächtigen Fahrbahnplatten für den Verkehr in Richtung Bremen auf die vorbereiteten Seitenmauern, die sogenannten Widerlager, gelegt. Damit geht auch die südliche Seite des Projekts mit großen Schritten ihrer Fertigstellung entgegen. Auf der nördlichen Hälfte war das schon vor einem halben Jahr passiert.

Jede der neun Betonplatten wiegt 28 Tonnen

Noch einmal komplett gesperrt war die Durchfahrt auf der Sölder Straße für die Arbeiten am Wochenende. Der Platz auf der Fahrbahn wurde zum Aufstellen des mächtigen Mobilkrans benötigt. Es war noch lange nicht hell, als der am frühen Samstagmorgen anrollte. Anschließend ging es wie am Schnürchen.

Autobahnbrücke Sölder Straße sieht wieder aus wie eine Brücke: Bald eine Baustelle weniger

In den frühen Morgenstunden begann am Samstag das Auflegen der neun Fahrbahnplatten auf der südlichen Hälfte der Autobahnbrücke über die Sölder Straße. Jede von ihnen war 22 Meter lang und wog 28 Tonnen. © Carsten Freitag

In festgelegter Reihenfolge rollten neun Fertigteile von je 28 Tonnen Gewicht von Schwerte aus über die Sölder Straße an. Sie waren etwa 22 mal 2,20 groß, aber eben nur etwa. Im Zentimeterbereich unterschieden sie sich je nach ihrem vorbestimmten Einsatzort. „Wir puzzeln“, nannte es Carsten Freitag, Baubetreuer vom zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW (Meschede), ein wenig flapsig.

Was sich dahinter verbarg, war Präzisionsarbeit. Vor allem auch, weil eine Freileitung für Bahnstrom an der Baustelle vorbeiführt. Das Entladen der LKW musste deshalb vorsichtig und langsamer als üblich geschehen. Passgenau wurden erst die Platten 1 bis 4 an ihren Platz gehievt, danach die Platten 5 bis 8. In der Pause dazwischen wurde Endstück Nr. 9 angeliefert, weil dort noch ein Gerüst anmontiert werden musste - und das war vor dem Hochheben leichter zu erledigen.

Zuletzt wird in den Sommerferien die Sölder Straße ausgebaut

Jetzt werden die Betonplatten noch mit Moniereisen verbunden, bevor darauf eine 20 Zentimeter dicke Betonschicht gegossen wird. „Der Beton muss anschließend drei Wochen aushärten“, berichtete Carsten Freitag. Diese Zeit werde genutzt, um die Lücken hinter den Widerlagern wieder mit Boden aufzufüllen.

Schließlich soll der Mitte 2018 gestartete Brücken-Neubau bis zum Sommer abgeschlossen sein. „Zuletzt werden wir in den Sommerferien die Sölder Straße ausbauen“, kündigte Carsten Freitag an. Um den Schulbus nicht zu behindern, werde diese Zeit gewählt, um rechts und links der Fahrbahn Entwässerungsleitungen zu verlegen. Danach werde die Straße in ihren Ursprungszustand zurückversetzt.

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