Auto Reher aus Bork hat jetzt in Senden einen zweiten Standort

dzFord Reher

Geschäftsführer Stefan Kauke ist von der Zukunft des stationären Autohandels überzeugt. 19 Jahre nach der Übernahme des Ford-Autohauses Reher in Bork ist er in Senden aktiv geworden.

Selm

, 21.12.2019, 05:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Situation ist in der Automobilbranche fast schon die Regel: Inhaber kleinerer Betriebe haben immer häufiger Probleme, in der eigenen Familie einen Nachfolger zu finden. So erging es auch den Eheleuten Ernst-August und Angelika Nordhaus in Senden. Eine Situation, die in der Branche bekannt war.

„Ich habe sie dann angerufen“, sagt Stefan Kauke. Zügig und reibungslos sei das Geschäft abgewickelt worden. Zum 1. April hat Stefan Kauke den Betrieb übernommen. Damit endete zugleich die Geschichte des Familienbetriebes Nordhaus, die bis 1930 zurückreicht.

Borker Unternehmen hat viel in den neuen Standort investiert

Seit dem Frühjahr hat sich in Senden einiges verändert: „Ich bin mit 0 Leuten angefangen“, sagt Stefan Kauke. Mittlerweile würden drei Monteure, ein Auszubildender, zwei Büroangestellte und ein Verkäufer am zweiten Standort in Senden arbeiten. Es geht also aufwärts. Aber Kauke sagt auch: „Wir haben viel Geld in den Standort gesteckt.“

Jetzt gibt es erste Zahlen: Rund 100 Fahrzeuge sind am Standort Senden seit der Übernahme verkauft worden. Am Stammsitz im Borker Gewerbegebiet waren es aber deutlich mehr: Rund 450 Autos konnte Ford Reher hier „an die Frau und an den Mann“ bringen. „Für uns war das ein gutes Jahr“, sagt Kauke. Verbunden waren die Verkäufe mit einigen Überraschungen.

Plötzlich sind Dieselfahrzeuge wieder stark nachgefragt

Wurden Dieselfahrzeuge vor gut eineinhalb Jahren quasi mit „Missachtung“ gestraft, so habe sich die Situation seit Anfang des Jahres beruhigt. Ein Spiegelbild der bundesweiten Entwicklung. Allein im Oktober verzeichneten Diesel-Pkw ein Plus von 9,6 Prozent. Damit lag ihr Anteil bei 30,9 Prozent.

In einem anderen Aspekt weichen die Verkaufszahlen von Ford Reher gegenüber dem Bundestrend ab. Nach Informationen des Kraftfahrbundesamtes waren ein Drittel aller Neuzulassungen in Deutschland im Oktober SUVs und Geländewagen. Bei Ford Reher liegt der Anteil sogar bei fast 50 Prozent. Nicht mehr bei den Kunden so angesagt seien hingegen Vans - also größere Familienfahrzeuge.

„Menschen legen nicht mehr sol viel Wert auf Autos

Geschäftsführer Stefan Kauke stellt wie auch andere Unternehmer in der Branche fest, dass die „Menschen nicht mehr so viel Wert auf Autos legen wie früher.“ Das würde sich auch ganz besonders bei den Jugendlichen zeigen. „Viele machen keinen Führerschein“, sagt Kauke.

Eine Konsequenz dieser Entwicklung ist bereits jetzt an mehreren Stellen in der Region sichtbar. Unternehmen wie beispielsweise Mercedes Schopp legen Standorte zusammen (Neubau in Olfen, Aufgabe der Standorte Datteln und Lüdinghausen) oder ziehen sich aus der Region komplett zurück wie Auto Weller (vormals Toyota Weber) aus Lüdinghausen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Gastronomie in Selm
Wiedersehen bei Suer und Abschied in der Adria: ein besonderes Gastro-Wochenende in Selm
Hellweger Anzeiger Döner-Imbiss
Ali-Baba wird Günes - Traditions-Imbiss ändert seinen Namen an der Kreisstraße in Selm
Hellweger Anzeiger Kreisstraße Selm
Bäckerei Spross schließt Filiale an der Kreisstraße in Selm - ein Nachfolger ist gefunden
Hellweger Anzeiger Brauereiknapp
Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig
Hellweger Anzeiger Campus-Platz Selm
Haus der Wirtschaft: Erstmals zeigen 360-Grad-Fotos von innen den Neubau am Campus in Selm
Meistgelesen