Außergewöhnliche Auktion: Gemeinde will Kirche versteigern

In Altena im Märkischen Kreis kommt Mitte September eine seit Jahren leerstehende und entweihte Kirche unter den Hammer. Die Auktion sei der letzte Versuch, sich von dem Gebäude zu trennen, wie der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes der zuständigen Gemeinde, Dietmar Flusche, am Mittwoch dem Internetportal „domradio.de“ erklärte.

22.08.2019, 16:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Außergewöhnliche Auktion: Gemeinde will Kirche versteigern

Die Kirche St. Paulus. In Altena im Märkischen Kreis kommt eine seit Jahren leerstehende Kirche unter den Auktions-Hammer. Foto: Markus Kluemper

Der Verkauf der Kirche und der Nebengebäude soll über die Versteigerungsliste der „Westdeutschen Grundstücksauktion“ erfolgen. Das Anfangsgebot liegt bei 99 000 Euro. Dabei ist der Kreis derer, die die Kirche kaufen können, stark eingegrenzt: So darf es keinen Betrieb von Spielhallen, Bordellen oder sonstigen Einrichtungen des Rotlichtmilieus geben. Auch eine Überlassung des Grundstücks und der Gebäude an nicht-christliche Religionsgemeinschaften ist laut Kirchenvorstand nicht zulässig.

Der Erlös fließt bei erfolgreichem Verkauf in die Substanzrücklage der Pfarrei, so Vorstandsmitglied Flusche. Die Pfarrei St. Paulus, um deren Kirche es samt Nebengebäude bei der Auktion geht, wurde bereits im Jahr 2005 aufgelöst. In der Folge wurde die Kirche entweiht und steht seitdem leer - das dazugehörige Pfarrhaus steht seit 2010 ebenfalls leer. Ein ehemaliger Bürgersaal der Pfarrei ist zudem laut Flusche seit anderthalb Jahren ungenutzt.

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