Außenspiegel auf dem Weg ins Krankenhaus gerammt: 82-jährige Lünerin landet vor Gericht

Geldbuße

In einer Krisensituation setzte sich eine Lünerin hinter das Steuer, verursachte einen Unfall, setzte ihre Fahrt aber fort. Das bescherte der Seniorin nun ein Verfahren wegen Unfallflucht.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 09.01.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Außenspiegel auf dem Weg ins Krankenhaus gerammt: 82-jährige Lünerin landet vor Gericht

Auf dem Weg ins Krankenhaus hat eine Senioren auf der Graf-Adolf-Straße in Lünen einen Auénspiegel abgefahren. Das brachte sie nun vor Gericht. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Mehr als 82 Jahre hatte sich die alte Dame nie etwas zu Schulden kommen, geriet nie mit dem Gesetz in Konflikt. Das änderte sich am 24. April vergangenen Jahres. Sie erhielt einen Anruf aus dem Krankenhaus, dass sich der Zustand ihres Partners verschlechtert habe.

In großer Aufregung fuhr sie sofort los, kam einem am Rand geparkten Auto auf der Graf-Adolf-Straße zu nahe und die Außenspiegel stießen aneinander. Dabei entstand an dem fremden Wagen ein Schaden von rund 300 Euro.

Die Seniorin stoppte kurz, konnte auf den ersten Blick nichts sehen und entfernte sich – wenn auch mit Unbehagen, wie sie später sagt. Vor der Klinik entdeckte sie den Schaden am eigenen Pkw.

Verurteilung unter Vorbehalt

„Es tut mir fürchterlich leid. In so einer Situation bin ich noch nie gewesen“, betonte die Rentnerin nun im Prozess vor dem Amtsgericht Lünen mit sichtlicher Anspannung.

Ihr Geständnis, das unbestrafte Vorleben und die besonderen Umstände sprachen letztlich für sie: Die Dame wurde verwarnt und das Gericht behielt sich die Verurteilung zu 500 Euro Geldstrafe für die Dauer von zwei Jahren vor.

Allerdings wurde der Lünerin die Auflage erteilt, 300 Euro Geldbuße zu zahlen.

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