Ausbau zum Forschungsflugplatz: Flug-Taxi entwickelt

Zur Entwicklung eines umweltfreundlichen Flug-Taxis hat am Dienstag der Ausbau eines kleinen Flugplatzes bei Aachen zum Forschungsflugplatz begonnen. Der „Flugplatz Merzbrück“ wird nach Angaben der Städteregion, die mit der Stadt Aachen Eigentümerin ist, bisher von ein- und zweimotorigen Flugzeugen genutzt. Die kleine, nur 520 Meter lange Landebahn soll auf 1160 Meter verlängert werden.

29.10.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ausbau zum Forschungsflugplatz: Flug-Taxi entwickelt

Das erste Modell des elektrisch/hybridelektrisch angetriebenen Flugzeugprojektes Silent Air Taxi. Foto: Oliver Berg/dpa

Damit werden laut Städteregion die Voraussetzungen geschaffen, um ein elektrohybrides Kleinflugzeug zu testen, das von RWTH und Fachhochschule entwickelt wird. Der vom Land Nordrhein-Westfalen mit vier Millionen Euro geförderte Ausbau soll im Mai 2020 abgeschlossen sein.

„Hier entsteht die Zukunft des Fliegens“, erklärte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Starts und Landungen mit elektrischem Antrieb - und damit emissionsarm - sind gerade in unserem hochverdichteten Ballungsraum wichtig.“ Im rheinischen Revier mit der Nähe zu den Aachener Hochschulen sei die Entwicklung innovativer Luft-Taxis richtig angesiedelt: „Hier können wir nicht nur testen, sondern hoffentlich auch produzieren.“

Die Aachener Forscher wollen bis 2024 ihr Kleinflugzeug „Silent AirTaxi“ in Betrieb nehmen. Die RWTH und die Fachhochschule Aachen hatten im Juni auf dem Flugplatz Merzbrück ein Modell des fünfsitzigen Hybrid-Flugzeugs vorgestellt. Es soll bis zu 1000 Kilometer bei einer Reisegeschwindigkeit von über 300 Stundenkilometern fliegen können. Das Flugzeug kann den Angaben nach unter anderem eine Entlastung für den Zubringer- oder Intercity-Verkehr sein.

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