Aus nächster Nähe: Gaffer soll sterbenden Radfahrer gefilmt haben

Unfall mit Lkw

Die Polizei in Frankfurt ermittelt gegen einen Gaffer, der einen sterbenden Radfahrer aus nächster Nähe gefilmt haben soll. Und der Mann war damit nicht allein. Der Fall macht fassungslos.

Frankfurt

04.12.2019, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aus nächster Nähe: Gaffer soll sterbenden Radfahrer gefilmt haben

Ein Fahrradfahrer ist in Frankfurt unter einen Lkw geraten. © dpa/Symbolbild

Nach dem Unfalltod eines Radfahrers in Frankfurt ermittelt die Polizei gegen einen Gaffer. Er soll noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte den verletzten Radfahrer aus nächster Nähe gefilmt haben, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Beamte nahmen vor Ort die Personalien des Mannes auf.

Auch andere Schaulustige fotografierten den Unfall

Laut Polizei gab es mehrere Schaulustige, die den Unfall fotografiert haben sollen. Diese seien von Passanten zum Weitergehen aufgefordert worden. Erst vor kurzem hatte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) ein stärkeres Vorgehen der Polizei gegen Gaffer angekündigt.

Mittlerweile steht auch die Identität des Radfahrers fest. Es handelt es sich um einen 77 Jahre alten Mann aus dem Frankfurter Raum. Der Mann war am Dienstagnachmittag aus bislang ungeklärten Gründen in einem Kreuzungsbereich gestürzt und unter die Räder eines Lastwagens geraten.

Radfahrer erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen

Der 77-Jährige starb noch am Unfallort. Zunächst war die Identität des Mannes unklar, da er keine Ausweispapiere bei sich trug. Der 40 Jahre alte Lastwagenfahrer stand nach dem Unfall unter Schock. Zeugen des Unfalls mussten von Seelsorgern betreut werden.

RND/dpa