Aus diesem Grund werden Bäche und Flüsse renaturiert

dzBarrierefreiheit für den Fische

Fröndenberg

, 13.11.2018, 12:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Träger der Renaturierung des Strickherdicker Bachs ist die Kreisverwaltung beziehungsweise die Unter Naturschutzbehörse, wie Randolf Gill, beim Kreis Unna zustädig für die Bereiche Natur und Umwelt, erklärt. Gefördet werdn solche Projekte von der Bezirksregierung mit bis zu 80 Prozent. Die Kosten für die Renaturierung eines kleineren Bachlaufs liegen grob im Bereich zwischen 100.000 und 200.000 Euro.

Die Umgestaltung heimischer Gewässer ist kein Luxus, den sich Kommunen oder Kreise leisten können. Es ist eine gesetzliche Aufgabe, für die im Kreis Unna die Untere Wasserbehörde zuständig ist. So sollen die Gewässer in einen guten ökologischen und dementsprechend auch naturnahen Zustand zurückversetzt - oder in diesem gehalten werden.

Durchlässigkeit war nicht gegeben

Dieser Zustand sei beim Strickherdicker Bach nicht gegeben gewesen. Zum einen musste die Durchgängigkeit des Gewässers verbessert werden. Damit wird sozusagen die Barrierefreiheit für Fische und andere im Wasser lebende Tiere bezeichnet. Sie sollen den Bach ohne Hindernisse durchschwimmen können. Zudem hatte sich der Bach zum Teil bis zu 3,5 Meter tief in die Landschaft eingeschnitten. Das sähe zwar spektakulär aus, sei aber ökologisch eine Katastrophe, erklärt Gill. Denn das Grundwasser sinkt ab. Schlecht war das etwa für die Binsen, spezielle Gräser, die im Natzrschutzgebiet häufig vorkamen.

Grundsätzlich entsprechen gerade angelegte oder sogar kanalisierte Bach- und Flussläufe nicht dem naturnahen Zustand eines fließenden Gewässers. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Emscher im Ruhrgebiet, die im Raum dortmund bereits renaturiert wird. Andernorts, wie etwa in der Nachbarstadt Menden, dient die Renaturierung von Gewässern auch dem Hochwasserschutz.

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