Aus Investoren werden Freunde

Börsenclub

Gewinne, die der Börsenclub macht, werden meist reinvestiert. Die Mitglieder haben aber auch andere Möglichkeiten gefunden, das an der Börse verdiente Geld sinnvoll auszugeben.

18.06.2019, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Prinzip, nachdem der Effektenclub „Börsling“ funktioniert, hat sich in 40 Jahren nicht verändert. Jedes Mitglied erwirbt einen oder mehrere Anteile am Vereinsvermögen. Mit dem Geld in der Gemeinschaftskasse wird an der Börse spekuliert. Welche Aktien ge- und welche verkauft werden, entscheiden die Mitglieder bei ihren Versammlungen – demokratisch per Mehrheitsbeschluss. Da komme es durchaus schon mal zu kontroversen Diskussionen, berichtet Club-Geschäftsführer Joachim Kosmann: „Es gibt Pessimisten und es gibt Optimisten.“ Das gleiche sich aber meist aus und ermögliche einen ausgewogenen Blick auf das Börsengeschehen. „Die Gewinne reinvestieren wir meistens“, sagt Bernd Spieker, der dem Club ebenfalls von Beginn an angehört. Allerdings kommt es durchaus schon einmal vor, dass Geld ausgeschüttet wird, weil ein Mitglied Geld für eine größere Anschaffung benötigt. Um wirklich große Summe geht es beim „Börsling“ nicht. Kosmann beziffert das Vereinsvermögen auf eine Summe „im unteren fünfstelligen Bereich“. Hätte der Club im Lauf der vergangenen 40 Jahre allerdings alle Kursgewinne realisiert und ausgezahlt, stünde wohl eine höhere sechsstellige Summe zu Buche. Um das Geld um des Geldes willens ging es den „Börslingen“ allerdings nie. Die Gewinne werden auch in Aktionen wie gemeinsame Essen oder den jährlichen Ausflug investiert, bei dem auch die Partner mitfahren dürfen. Aus einer Gruppen von Investoren ist auf diese Weise ein echter Freundeskreis geworden, sagt Spieker: „Das Gemeinschaftliche ist im Lauf der Jahre immer wichtiger geworden.

Lesen Sie jetzt
Meistgelesen