Augenrollender Maulheld: Räuber Hotzenplotz als Theaterstück

Kasperletheater kommt auf die Theaterbühne: Am Düsseldorfer Schauspielhaus ist am Sonntag das neue Stück „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ uraufgeführt und bejubelt worden. Der Stoff ist zeitlich nach dem ersten Hotzenplotz-Band angesiedelt und beginnt - wie kann es anders sein - mit einem Ausbruch des Großmauls Hotzenplotz. Mit Schauspielern in übergroßen, an das Kasperletheater angelehnten Kostümen bringt Regisseur Robert Gerloff die Räuber-Geschichte auf die Bühne.

11.11.2018, 19:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ war nach dem Tod des Autors Otfried Preußler in seinem Nachlass gefunden worden. Die Fassung als Theaterstück für Kinder ab sechs Jahren hat der Schriftsteller John von Düffel geschrieben.

Den schlauen Kasperl mit leuchtend roter Zipfelmütze und gelbem Wams spielt Natalie Hanslik. Seppel (Bernhard Schmidt-Hackenberg), trägt eine kurze, grüne Hose, rote Kniestrümpfe und Trachtenhut. Hotzenplotz ist in Düsseldorf nicht alt und dick, sondern schlank und jung. Eduard Lind spielt den bärtigen, augenrollenden Aufschneider aber so, dass er auch ein paar nette Züge hat. Doch natürlich fangen Kasperl und Seppel nach einigen Wirren den Räuber mit einem Schwindel wieder ein. Während des gut einstündigen Stücks stehen vier Musiker verkleidet in der Kulisse eines Waldes. Es wird viel gesungen.

Das Düsseldorfer Schauspielhaus hat rund 50 Vorstellungen geplant - viele davon an Vormittagen.

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