„Audi-Bande“: Mitangeklagter bestreitet Sprengaktion

Im Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der sogenannten „Audi-Bande“ hat ein Angeklagter die Vorwürfe gegen ihn bestritten. Er sei bei der Sprengung eines Geldautomaten in Mönchengladbach nicht dabei gewesen, sagte er am Dienstag. Er habe allerdings für 1000 Euro einen gestohlenen Audi von Arnheim nach Köln gebracht. Dabei habe er seine schwarze Mütze im Wagen liegenlassen und so für den DNA-Treffer in eigener Sache gesorgt. Er habe gewusst, dass der Wagen gestohlen gewesen sei, aber nicht, wofür er verwendet werden sollte.

18.06.2019, 14:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Audi-Bande“: Mitangeklagter bestreitet Sprengaktion

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv

Das Düsseldorfer Landgericht hatte den Angeklagten im Fall umfassender Geständnisse Haftstrafen zwischen zweieinhalb und knapp acht Jahren in Aussicht gestellt. Seit mehreren Jahren sorgt die sogenannte „Audi-Bande“ nicht nur in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen.

Der Hauptangeklagte war laut Anklage an der Sprengung von sieben Geldautomaten in NRW, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt, die beiden anderen Angeklagten an je einer der Explosionen. Die 26, 28 und 31 Jahre alten Männer sind Niederländer aus Utrecht. Ihnen wird schwerer Bandendiebstahl und das Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen vorgeworfen.

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