Arbeiter machen Druck: Postbank-Filialen bleiben geschlossen

Wer am Donnerstag ein Paket in einem Postbank-Center aufgeben will, dürfte vor verschlossenen Türen stehen. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, laden die Betriebsräte der Bank an dem Tag zu Betriebsversammlungen eingeladen - dadurch blieben die allermeisten der bundesweit rund 800 Filialen ganztägig zu. Nur sehr vereinzelt würden die Einrichtungen doch aufhaben, sagte ein Verdi-Sprecher. Für NRW rechnet er mit 150 Filialschließungen. In Köln und Essen sind zudem zentrale Verdi-Kundgebungen geplant.

04.09.2019, 16:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Arbeiter machen Druck: Postbank-Filialen bleiben geschlossen

Das Postbank-Logo. Foto: Peter Gercke/Archivbild

In den Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten, den Arbeitgebern ist das zu viel. In der Auseinandersetzung gab es bereits Warnstreiks. Am 9. September sollen die Verhandlungen in Königswinter bei Bonn fortgesetzt werden.

Die Postbank ist Teil der Deutschen Bank. Die Mitarbeiter erledigen aber nicht nur Bankgeschäfte, sondern sie nehmen im Auftrag der Deutschen Post auch Pakete und Briefe am Schalter an. Wer so eine Sendung am Donnerstag aufgeben will, sollte daher in kleinere Shops oder zu Kiosken gehen, die ebenfalls Dienste für die Deutsche Post übernehmen. Diese Läden haben auf, denn sie sind nicht Teil der Postbank, vielmehr werden sie in der Regel von selbstständigen Unternehmern geführt.

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