Antisemitismusbeauftragte: Klima in Deutschland verändert

13.11.2018, 15:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Antisemitismusbeauftragte: Klima in Deutschland verändert

Die ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser Schnarrenberger (FDP). Foto: Michael Kappeler/Archiv

Die erste Antisemitismusbeauftragte Nordrhein-Westfalens, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, sieht im Aufkommen der AfD einen der Gründe für die Zunahme antisemitischer Übergriffe in Deutschland. Es habe „schon immer in Deutschland latent in einer bestimmten Dimension Antisemitismus“ gegeben, sagte die FDP-Politikerin und ehemalige Bundesjustizministerin am Dienstag in Düsseldorf. Ohne die AfD konkret zu nennen, sprach sie von „einer Partei“, durch die sich die Diskussion in Deutschland und der Politik verändert habe. Diese Partei spreche sich „ganz klar gegen unsere offene Gesellschaft, gegen das Zusammenleben verschiedener Kulturen und für eine Mehrheit aus, die den Minderheiten nicht Raum zum Entfalten gibt“. Auch dadurch seien Tabus gefallen und Übergriffe und Tätlichkeiten in Schulen und auf den Straßen ermöglicht worden. „Da hat sich auch im Klima einiges verändert“, sagte Leutheusser-Schnarrenberger.

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