Anspucken als Körperverletzung: 28-jähriger Lüner nach Streit mit der Freundin vor Gericht

Gerichtsprozess

Nicht nur schlagen, treten, beißen oder würgen stellen eine Körperverletzung dar. Auch das Anspucken kann den Straftatbestand erfüllen. So wie im Fall eines 28-Jährigen aus Lünen.

von Jana Peuckert

Lünen

, 18.12.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anspucken als Körperverletzung: 28-jähriger Lüner nach Streit mit der Freundin vor Gericht

Vor dem Amtsgericht Lünen musste sich ein 28-Jähriger verantworten, der seiner Freundin ins Gesicht gespuckt haben soll. © Brede (A)

Mit „ist richtig“ gab der Mann zu, am 3. September 2017 in Lünen seine damalige Freundin und Mutter seines Kindes als „Nutte“ und „Hure“ bezeichnet und sie zudem angespuckt zu haben.

Laut Anklagevorwurf ins Gesicht, was als besonders unangenehm gilt - weshalb die Sache nun auch Gegenstand eines Verfahren wurde. Wohin er gespuckt hatte, wisse er nicht mehr, sagte hingegen der Lünener. Zweieinhalb Jahre sei er mit der Frau zusammen gewesen.

Situation unter Alkoholeinfluss eskaliert

Am Tattag hätten sie reden wollen. Aber die Situation sei eskaliert: „Ein Wort gab das andere.“ Spucken würde er sonst nie, erklärte der Angeklagte. Am besagten Tag habe er allerdings Alkohol getrunken, und zwar „auf jeden Fall genug“.

Die Ex-Freundin gab im Zeugenstand an, sie habe mit ihrer gemeinsamen Tochter auf dem Arm in einem Kiosk gesessen, als der Angeklagte ausgerastet sei. Er habe sie angespuckt, obwohl sie das Kind so nah bei sich gehabt hätte.

Inzwischen, so erklärten die beiden übereinstimmend, habe sich die Lage zwischen ihnen entspannt. Es gäbe nun geregelte Zeiten, zu denen der 28-Jährige seine Tochter sehen dürfe.

In diesem Umstand sah die Richterin den Grund, das Verfahren vorläufig gegen eine Zahlung von 400 Euro an das Westfälische Kinderdorf einzustellen. Kommt der Lünener der Zahlung nach, wird seine Akte geschlossen.

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