Anklage: Ex-Bürgermeister von Iserlohn soll 250.000 Euro veruntreut haben

Landgericht Hagen

Die Staatsanwaltschaft Hagen hat Anklage gegen Paul Ahrens (SPD), den ehemaligen Bürgermeister von Iserlohn, erhoben. Es geht um Untreue in einem besonders schweren Fall.

Iserlohn

08.12.2019, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anklage: Ex-Bürgermeister von Iserlohn soll 250.000 Euro veruntreut haben

Das Landgericht Hagen. Hier hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den eehemaligen Bürgermeister von Iserlohn erhoben. © Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft Hagen hat den ehemaligen Bürgermeister von Iserlohn angeklagt. Neben dem ehemaligen Personaldezernenten der Stadt soll sich Peter Paul Ahrens (SPD) wegen gemeinschaftlicher Untreue in einem besonders schweren Fall verantworten, wie das Landgericht Hagen am Freitag mitteilte. Bei den Vorwürfen geht es um die Summe von 250.000 Euro.

Laut Anklage soll ein ehemaliger Mitarbeiter des Ordnungsamtes eine Abfindung nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses Anfang 2019 nach rund elf Jahren in der Stadtverwaltung bekommen haben. Der Mitarbeiter ist wegen Beihilfe angeklagt.

Bürgermeister war bereits im September zurückgetreten

Angemessen wären nach Meinung der Staatsanwaltschaft höchstens 20.000 Euro gewesen. Laut Anklage sei Ahrens bewusst gewesen, dass diese Summe dem Mitarbeiter nicht zustand. Der SPD-Politiker war Ende September vor Ablauf seiner Amtszeit wegen der Vorwürfe in den Ruhestand gegangen.

Für die Untreue im besonders schweren Fall sieht das Gesetz eine Haftstrafe bis zu zehn Jahren vor. Das Landgericht Hagen muss jetzt über die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Prozess könnte frühestens Mitte des Jahres beginnen, wie das Landgericht mitteilte.

dpa

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