Angeklagter nach Mord zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein 23-Jähriger ist wegen Mordes an einem wohlhabenden Rentner zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte den 79-Jährigen im Februar 2019 in dessen Wohnung in Köln brutal erschlagen und anschließend Wertgegenstände an sich genommen.

22.11.2019, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angeklagter nach Mord zu lebenslanger Haft verurteilt

Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Kennengelernt hatten sich die beiden Männer nach Feststellung des Gerichts wenige Stunden vor der Tat in einem bei Homosexuellen beliebten Lokal in der Kölner Altstadt. Dort vereinbarten die Männer Sex gegen Geld, bevor sie sich gemeinsam in die Wohnung des späteren Opfers begaben. „Der Angeklagte war wegen der Einrichtung der Wohnung beeindruckt. Er realisierte, dass der Geschädigte wohlhabend war“, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt habe er beschlossen, den Mann auszurauben.

Der vollkommen überraschende Angriff sei vom Angeklagten mit „äußert kraftvollen Schlägen - Schlägen wie Tritten“ gegen Kopf und Halsbereich ausgeführt worden. Mindestens zwei Mal habe der Angeklagte auch mit einem kantigen Gegenstand zugeschlagen. Spuren von Blut waren bis an die Decke gespritzt. Den Tod des Seniors habe der 23 Jahre alte Serbe aus Habgier billigend in Kauf genommen.

Der Angeklagte hatte die Tötung eingeräumt, aber geschildert, dass es zum Streit um die Bezahlung für die sexuelle Dienstleistung gekommen sei. Dem folgte das Gericht nicht. Vielmehr rief es den Angeklagten auf: „Es wird Zeit, die Tat ehrlich aufzuarbeiten. Das haben Sie bisher nicht getan.“

Weitere Meldungen
Meistgelesen