Angeklagter im Prozess um Dreifachmord will aussagen

Im Prozess um einen brutalen Dreifachmord sitzen ein 51-Jähriger und sein 24-jähriger Ziehsohn auf der Anklagebank. Nachdem der Ältere den Jüngeren schwer belastet hat, wird erwartet, dass der 24-Jährige in seiner Aussage nun den Spieß umdreht.

29.10.2018, 21:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angeklagter im Prozess um Dreifachmord will aussagen

Ein Buch über die Strafprozessordnung liegt im Gerichtssaal auf einem Tisch. Foto: Nicolas Armer/Archiv

Im Prozess um den brutalen Dreifachmord im ostwestfälischen Hille wird heute die Aussage des jüngeren Angeklagten erwartet. Vor dem Landgericht Bielefeld müssen sich Jörg W. (51) und sein Ziehsohn, der Zeitsoldat Kevin R. (24) wegen dreifachen Mordes verantworten. Sie sollen laut Anklage aus Habgier zuerst einen 72-jährigen Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner erschlagen haben, um sich zu bereichern. Die Leichen wurden verscharrt auf zwei Höfen gefunden.

Bislang beschuldigen sich die beiden Angeklagten gegenseitig. Gegenüber einer Psychologin hatte der ehemalige Fremdenlegionär Jörg W. seinen jüngeren Mitangeklagten schwer belastet und ihn beschuldigt, brutal aus Mordlust getötet zu haben. Er habe bei der Beseitigung der Leichen nur geholfen, um Kevin R. zu schützen. Nun soll der jüngere Angeklagte seine Sicht der Dinge darlegen.

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