Angeklagte im Prozess um „Loverboy“-Masche verurteilt

Sie trieben junge Frauen mit der „Loverboy“-Masche in die Prostitution: Das Landgericht Wuppertal hat zwei Männer und einen Jugendlichen wegen schwerer Zwangsprostitution zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der älteste Angeklagte, ein 31-Jähriger, muss nach der Entscheidung vom Dienstag für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Die beiden Jüngeren erhielten nach Angaben eines Gerichtssprechers Jugendstrafen: fünf Jahre für den 22-Jährigen sowie zwei Jahre und neun Monate für den 17-Jährigen.

22.10.2019, 20:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angeklagte im Prozess um „Loverboy“-Masche verurteilt

Die Schwebebahn fährt am Landgericht vorbei. Foto: Oliver Berg/Archiv

Das jüngste der insgesamt sieben Opfer war laut Anklage erst 14 Jahre alt. Die anderen Frauen waren zwischen 17 und 22 Jahre alt. Die zwei älteren Hauptangeklagten mit türkischer und deutscher Staatsbürgerschaft spielten den Frauen der Staatsanwaltschaft zufolge wahre Liebe vor und bewegten sie damit zur Prostitution. Der Jugendliche mazedonischer Herkunft diente als Lockvogel.

Die Erlöse mussten die Frauen abgeben. Das Geld gaben die Angeklagten laut Staatsanwaltschaft für schnelle Leihwagen und die Ausstattung ihrer Shisha-Bar aus. Wollten die Opfer nicht mehr anschaffen, wurden sie demnach geschlagen, gewürgt oder mit dem Tod bedroht.

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