Angebliche Schlägerei bleibt vorerst ohne Konsequenzen

Prozess in Hagen

Auf einem Parkplatz soll ein 24-jähriger Mann aus Schwerte einen Kontrahenten geschlagen und erpresst haben. Das Landgericht Hagen schließt die Akten schneller als gedacht.

14.11.2018, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bereits am zweiten Verhandlungstag stellte die 1. Strafkammer das Verfahren vorläufig ein. Der Angeklagte erwartet in den kommenden Monaten ein weitaus größeres Verfahren in Stuttgart. Dort wird er sich wegen des Betriebes einer Drogenplantage verantworten müssen. Angesichts der dort zu erwartenden Strafe fiele die hiesige wegen der angeblichen Schlägerei kaum noch ins Gewicht, so die Richter am Mittwoch.

"Nur eine Ohrfeige"

Der 24-Jährige hatte ohnehin bestritten, dass es zwischen ihm und seinem Kontrahenten im Januar 2017 wirklich zu einer ernsthaften Auseinandersetzung gekommen war. Hatte der Verletzte damals von brutalen Schlägen und Erpressungsversuchen gesprochen ("Entweder du gibst mir jede Woche 250 Euro oder du verkauft für mich Marihuana"), so kann sich der 24-Jährige selbst angeblich nur an eine einzige Ohrfeige erinnern. "Ich wollte ihn nur zur Rede stellen, weil er vorher in der ganzen Stadt Quatsch über mich erzählt hatte", sagte der Angeklagte den Richtern.

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Zeuge kommt nicht

Was wirklich in dieser kalten Januarnacht geschah, hätten die Richter wohl ohnehin nur schwer aufklären können. Denn das Opfer zog es am Mittwoch vor, nicht zu seiner Zeugenvernehmung in Hagen zu erscheinen. So konnten alle Beteiligten mit der Einstellung des Verfahrens am besten leben.

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