Anfang: Vater hat von Entlassung durch Medien erfahren

Der damals erkrankte Vater von Trainer Markus Anfang hat von der Beurlaubung seines Sohnes beim Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln aus den Medien erfahren. „Ich habe versucht, das möglichst fern von ihm zu halten“, sagte Anfang im Interview mit der „Bild“-Zeitung.

15.10.2019, 14:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anfang: Vater hat von Entlassung durch Medien erfahren

Markus Anfang. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Seinem Vater, der 16 Tage vor der Entlassung während des Zweitligaspiels beim MSV Duisburg einen Herzinfarkt erlitten hatte, geht es inzwischen wieder gut. „Er hat zum Glück alles hinter sich. Aber es war eine sehr schwierige Zeit. Er kann damit leben und hat zum Glück keine Folgeschäden davongetragen“, sagte Markus Anfang: „Mein Vater war damals 25 Minuten ohne Sauerstoff, wurde neunmal wiederbelebt. Von daher sind wir allen Beteiligten sehr dankbar, dass am Ende alles gut gegangen ist.“

Dass er drei Spieltage vor dem Saisonende beurlaubt wurde, hatte sich laut Anfang „vorher nicht abgezeichnet“. Er sei „am Ende nicht an der Zielsetzung, sondern an der Erwartungshaltung gescheitert“, erklärte der 45-Jährige: „Niemand wollte diese 2. Liga nach der Europa-Saison akzeptieren. Niemand! Weder Fans noch Umfeld. Und wenn man gewinnt, dann bitteschön spektakulär mit zwei bis drei Toren Vorsprung.“ An 30 von 34 Spieltagen auf einem Aufstiegsplatz zu stehen, habe „offensichtlich nicht gereicht, alle zufrieden zu stellen. Das war nicht spektakulär genug“, sagte Anfang, der dennoch versicherte: „Ich habe keinen Frust oder Groll gegen den Club oder einzelne Personen.“ Allerdings habe die Trennung „schon weh getan“.

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