Andrang auf NRW-Hochschulen: Umzug drückt Studentenzahlen

Der Ansturm auf Nordrhein-Westfalens Hochschulen setzt sich fort: Im Wintersemester 2019/2020 waren knapp 775 000 Frauen und Männer eingeschrieben, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die NRW-Zahl lag damit zwar um rund 8000 unter dem Vorjahreswert. Dies werde aber durch den erstmals erfassten Umzug der privaten Fachhochschule IUBH von Bad Honnef nach Erfurt mit knapp 25 000 Studierenden verursacht. Bereinigt um den Sondereffekt legte die Zahl weiter zu. Auch bundesweit wachsen die Studentenzahlen seit Jahren. Im Zehnjahresvergleich haben sie deutschlandweit seit dem Wintersemester 2009/10 um rund 37 Prozent zugelegt.

27.11.2019, 09:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Andrang auf NRW-Hochschulen: Umzug drückt Studentenzahlen

Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen spricht zu Journalisten. Foto: Federico Gambarini/dpa

Für Studenten aus Nicht-EU-Ländern soll es in Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Landesregierung nach jahrelanger Prüfung nun doch keine Studiengebühren geben. Das sagte Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) im Interview der „Westdeutschen Zeitung“ („WZ“, Mittwoch). Damit die Hochschulen mehr Lehrpersonal einstellen können, sollten diese Studienbeiträge ursprünglich nach einem Modell in Baden-Württemberg eingeführt werden. „Aber wir haben gesehen, dass das auch eine Menge Verwaltungsaufwand erfordert, gerade bei der Prüfung der Befreiungsgründe. Daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir das Problem anders lösen müssen“, sagte sie.

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