An Flüchtlingsheim: Polizei sucht nach uniformierten Mann mit Gewehr - nun gibt es eine Erklärung

Großer Polizeieinsatz in Ascheberg

Einsatz an Flüchtlingsheim in Ascheberg: Ein Mann in Soldatenuniform und mit einem Gewehr wurde in der Nähe gesehen. Er wurde nicht gefunden. Der Staatsschutz ermittelte. Nun gibt es Entwarnung.

Ascheberg

, 14.10.2019, 13:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
An Flüchtlingsheim: Polizei sucht nach uniformierten Mann mit Gewehr - nun gibt es eine Erklärung

Einsatz an Flüchtlingsunterkunft: Eine Zeugin sah einen Mann in Soldatenuniform und mit Gewehr an einer Asylbewerberunterkunft in Ascheberg. Das veranlasste die Polizei zu einem großen Einsatz. Nun ermittelt der Staatsschutz. © dpa

Diesen Polizeieinsatz kann man wohl unter der Kategorie „Viel Wind um nichts“ einordnen. Für rege Aufregung und ein großes Polizei-Aufgebot sorgte am Sonntagabend, 13. Oktober, eine besorgniserregende Beobachtung in Ascheberg, die eine Zeugin dazu veranlasste, die Polizei zu rufen.

„Sie hat mitgeteilt, dass sie eine Person gesehen habe, die wie ein Soldat aussah und ein Gewehr geschultert habe“, berichtet Vanessa Arlt von der Pressestelle der Polizei in Münster tags darauf.

Weil der verdächtige Mann sich in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft in Ascheberg aufhielt, wurde nicht nur eine Fahndung mit einem Hubschrauber eingeleitet, sondern auch der Staatsschutz eingeschaltet. Am Ende entpuppte sich die Geschichte allerdings als äußerst harmlos.

Großes Polizei-Aufgebot und Hubschrauber im Einsatz

Nachdem die Zeugin von ihren Beobachtungen berichtet hat, rückte die Polizei mit einem großen Aufgebot und einem Hubschrauber gegen 20.30 Uhr an den Kreisverkehr an der Neuen Herberner Straße/Haselburger Damm aus. Dort hatte die Zeugin den Mann, der einen Bart getragen haben soll, gesehen.

Die Polizei konnte den Verdächtigen nicht auffinden. Auch die Befragungen anderer Passanten hatten am Abend keine weiteren Hinweise auf den Mann ergeben, so Arlt weiter. Daraufhin übernahm der Staatsschutz Münster die Ermittlungen.

Politisch motivierte Tat ist nicht auszuschließen

„Wir können eine politisch motivierte Tat nicht ausschließen“, erklärte Arlt. Denn der verdächtige Mann wurde in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft gesichtet.

Allein die örtliche Nähe sorgte dafür, dass der Staatsschutz eingeschaltet wurde, wie Vanessa Arlt erklärte. Sie sagte aber auch am Montagmittag: „Es liegt keine Straftat vor. Es geht um eine verdächtige Person und einen verdächtigen Umstand. Vielleicht war es aber auch ein Jäger.“

Mann ist ein Jäger

Und genau diese Vermutung bewahrheitete sich Stunden später. Am Nachmittag konnte die verantwortliche Pressestelle der Polizei Münster Entwarnung geben. Der verdächtige Mann sei der Polizei nun bekannt. Der 28-Jährige aus Gelsenkirchen hatte sich demnach selbst bei der Polizei in Münster gemeldet und „sich gestellt“.

Er erklärte, dass er Jäger sei und dem Gebiet an der Neuen Herberner Straße jagdberechtigt. „Er hat die Frau sogar noch nett gegrüßt und hat sich gar keine Gedanken darüber gemacht, dass es zu solch einem Einsatz kommen könnte“, erzählte Vanessa Arlt am Montagnachmittag. Und das Gewehr, das er laut Zeugenaussagen in seiner „Soldatenuniform“ geschultert hatte, durfte er mitführen.

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