Katholisches Krankenhaus: Am Anfang versorgten zwei Nonnen 60 Patienten

dzGeschichte KK Unna

Das Katharinen-Hospital wurde im Jahr 1888 gegründet, besteht also seit 130 Jahren. Um die Patienten kümmerten sich anfangs Ordensschwestern.

Unna

, 08.11.2018, 13:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Katharinen-Hospital hat seine Wurzeln in der katholischen Kirchengemeinde St. Katharina, und sie reichen zurück ins 19. Jahrhundert. Ab 1888 versorgten zunächst zwei Ordensschwestern in einem zweigeschossigen Wohnhaus die Patienten. Bis zu 60 waren es zu Anfang.

Schon acht Jahre später wurde das Krankenhaus erweitert, und es sollte auch in den Folgejahren immer weiter wachsen. Ein Westflügel mit Kapelle kam 1903, zehn Jahre später schon die nächste Erweiterung. 1954 wurde der große fünfstöckige Nordflügel eingeweiht.

Auch der Neubau wurde schnell zu klein

Die dynamische Entwicklung setzte sich in den Folgejahren fort. 1988 waren Leitung und Belegschaft mitten in den Feiern zum 100. Geburtstag – und wieder mitten in der Bauphase. Der Neubau wurde 1991 bezogen und wurde auch innerhalb weniger Jahre zu eng. 2014 konnte das KK mit seinem jüngsten westlichen Anbau fast alle Arbeitsbereiche umstrukturieren.

Wichtige Weichenstellungen in den 1990er-Jahren

Organisatorisch war das Jahr 1996 wichtig: Die Katharinen-Hospital gGmbH wurde gegründet, zu der auch das St. Bonifatius Alten- und Pflegeheim gehört. Seit dem Jahr 2000 gehört das Haus zur Katholischen Hospitalvereinigung Hellweg. Die Holding umfasste zunächst auch das Mariannen-Hospital in Werl, ab 2001 auch das Krankenhaus Wickede-Wimbern, ab 2007 auch das Marienkrankenhaus Soest. Wimbern wurde 2011 geschlossen.

Inhaltlich wichtig war das Jahr 1999: Kardiologie und Palliativmedizin wurden als Fachabteilungen anerkannt. Als Kardiologisches Zentrum hat das Katharinen-Hospital inzwischen Bedeutung weit über Unna hinaus. Die Versorgung Schwerstkranker wurde mit der Gründung des Ambulanten Palliativdienstes noch weiter verbessert und kürzlich erst auf Initiative aus dem KK abgerundet: Die Gründung des Heilig-Geist-Hospizes hat ihren Ursprung im katholischen Krankenhaus.

Schwerpunkte in Geburtshilfe, Gastroenterologie und Diabetologie

2005 wurde durch die regionale Konzentration im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe ein weiterer Schwerpunkt im Katharinen-Hospital gesetzt. Wichtig dabei war die Anerkennung des Brustzentrums Unna-Lünen mit operativem Standort in Unna.

Im selben Jahr wurde die Abteilung für Gastroenterologie anerkannt, ein Jahr später das Darmzentrum Unna gegründet, das durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Abteilungen für Viszeralchirurgie und Gastroenterologie entstand. Diabetologie ist ein weiterer Schwerpunkt im KK.

2002 wurde am KK das erste „Medical Center“ mit 20 Praxen und Gesundheitseinrichtungen eröffnet. Das zweite Haus dieser Art wurde 2011 neben dem Krankenhaus gebaut.

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