„Alternative Mitte“ der NRW-AfD löst sich auf

Die AfD in Nordrhein-Westfalen soll nach dem Willen des neuen Landeschefs Rüdiger Lucassen ihre Lagerkämpfe beenden und künftig geschlossener auftreten. Als ersten Schritt auf diesem Weg hat sich nach Angaben von Lucassen die innerparteiliche Strömung „Alternative Mitte“ (AM) mit sofortiger Wirkung aufgelöst. „Lagerkämpfe innerhalb unserer Partei schaden unserer Sache und nützen dem politischen Gegner“, unterstrich Lucassen am Dienstag in einem Rundschreiben an die über 5000 Mitglieder der größten AfD-Landesverbands. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

05.11.2019, 13:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Alternative Mitte“ der NRW-AfD löst sich auf

Rüdiger Lucassen (AfD) spricht bei der aktuellen Stunde in der Plenarsitzung des Bundestages. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Die NRW-AfD hatte in den vergangenen Monaten einen erbitterten Richtungsstreit ausgefochten zwischen Sympathisanten des rechtsnationalen AfD-Bündnisses „Der Flügel“ um den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke und vergleichsweise gemäßigteren Parteimitgliedern. Lucassen hatte sich vor einem Monat als Wunschkandidat der Gemäßigteren als neuer Parteichef durchgesetzt, hatte aber allen Strömungen Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Die Auflösung der AM sei „ein deutliches Signal der Geschlossenheit und der Unterstützung für unseren neu gewählten Landesvorstand“, schrieb er an die Parteibasis. Es sei aber auch „ein Zeichen an alle anderen Strömungen, ihr Wirken in die Arbeit unserer Gesamtpartei vollständig zu integrieren“.

Bei der Landtagswahl 2017 hatte die AfD in NRW knapp 7,4 Prozent der Zweitstimmen geholt und liegt auch in jüngsten Umfragen bei diesem Wert - und damit weit hinter den Erfolgen der AfD im Osten.

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